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Anleitung für den perfekten Road Trip

24.09.2015 - 13:23

Der Perfekte Road Trip
Um Land und Leute richtig genießen zu können, will ein Road Trip gut vorbereitet werden.
Egal ob Ihr Road Trip entlang der amerikanischen Pazifikküste, über die schwindelerregende Transfãgărăşan Road in Rumänien oder durch das Atlasgebirge in Marocco führt: Jede noch so schöne und spektakuläre Route kann schnell zum Fiasko werden, wenn die Vorbereitung nicht stimmt. Hier sind die wichtigsten Tipps, dass Ihr Road Trip unvergesslich wird.

Eigenes Auto oder Mietwagen?

Bei Zielen in Übersee stellt sich die Frage meist nicht, bei Urlaub innerhalb Europas klingt die Fahrt mit dem eigenen Auto jedoch zunächst überaus verlockend. Immerhin sparen Sie das Geld für Flugtickets und den Mietwagen, müssen lediglich die Spritkosten berappen. Bedenken Sie dabei jedoch auch Kosten wie Maut und Reparaturen, die durch Verschleiß an Ihrem Auto entstehen. Sie müssen also abwägen, ob Sie Ihrem Auto die mehrere Tausend Kilometer lange (Tor-)Tour zumuten wollen, oder doch lieber einen Mietwagen buchen. Häufig ist der Leihwagen dann doch die günstigere und vor allem stressfreiste Variante. Zumal nicht jeder einen Wagen in der passenden Größe sein eigen nennt.

Mietwagen: Landesregelungen beachten

Fällt die Wahl auf einen Mietwagen, studieren Sie vorab unbedingt die Mietbedingungen Ihres Anbieters. Bei den meisten dürfen Sie mit dem Fahrzeug auch ins europäische Ausland fahren. Für teurere Fahrzeuge gibt es hier jedoch häufig Einschränkungen, die sich meist auf Länder in Osteuropa beziehen. In den USA verbieten Mietwagenfirmen fast ausnahmslos Fahrten nach Mexiko oder verlangen eine Zusatzversicherung. Halten Sie sich nicht an diese Vorgaben, kann das schnell teuer werden. Neben dem kompletten Verlust jeglichen Versicherungsschutzes können die Vermieter in solchen Fällen das Auto nämlich vor Ort wieder einziehen und die Kaution als Schadensersatz einbehalten.
 
Unberührte Natur Finnlands
In den skandinavischen Ländern ist es per Gesetzt oder Brauchtum jedem Erlaubt in der Wildnis zu Übernachten.

Achten Sie bei der Buchung zudem vorab darauf, wie viele Freikilometer beim jeweiligen Anbieter bereits in den Mietkosten enthalten sind. Reichen diese nicht aus wird der Trip sehr schnell sehr teuer. Fahren Sie nämlich mehr als die erlaubte Distanz, berechnen die Vermieter pro weiteren Kilometer eine Pauschale von 30 Cent oder mehr.

Hotel, Zelt oder Auto?

Es klingt banal, doch die Frage danach wie Sie übernachten wollen beeinflusst nicht nur die Wahl des Autos, sondern sogar die des Reiseziels. Denn nicht in allen Ländern der Welt ist es gestattet seine Zelte einfach dort aufzuschlagen, wo es einem gerade gefällt. Während in Skandinavien jedem Menschen per Gesetz erlaubt ist in der Wildnis zu übernachten, ist „wildes Campen“ in Griechenland, Kroatien, Portugal, Tschechien und Ungarn verboten. In den USA steht in einigen Staaten darauf sogar eine Freiheitsstrafe, also Vorsicht bei der Wahl des Schlafplatzes.

Das richtige Auto

Auch die Wahl des Autos hängt davon ab, wie Sie nächtigen wollen. Planen Sie einen Road Trip durch die USA und wollen entlang der Route in Motels übernachten, sind Sie ziemlich frei in der Fahrzeugwahl, können sich zum Beispiel ein Cabrio mieten. Camper sollten hingegen mindestens einen Kombi der Kompaktklasse (z.B. VW Golf Variant) oder ein mittelgroßes SUV (z.B. Nissan Qahsqai) als Mietwagen buchen, um Zelt und alle weiteren Campingutensilien im Wagen unterzubekommen. Wollen Sie sogar im Auto übernachten, benötigen Sie einen Wagen, der groß genug ist, damit Sie bequem liegen darin können und trotzdem noch ausreichen Platz vorhanden ist, das Gepäck im Auto zu verstauen.
Ford Mondeo Turnier
Wer im Auto schlafen will sollte auf ausreichend Platz und eine ebene Ladefläche bei umgeklappter Rückbank achten. Foto: Ford


Achten Sie bei der Wahl des Autos unbedingt darauf, dass Sie die Rücksitze zu einer ebenen Ladefläche umklappen lassen. Nichts ist unangenehmer als die ganze Nacht die Kante der Rückbank im Kreuz zu haben. Mittelklassekombis wie der Mondeo ’13 oder ein SUV wie der Hyundai Grand Santa Fe bieten ausreichend Platz und vor allem eine komplett ebene Liegefläche. Bleibt an den Rücksitzlehnen eine kleine Steigung, ist das weniger tragisch. Ihr Kopf liegt etwas höher und Sie brauchen ein kleineres Kissen. Achten Sie stattdessen vor allem auf den Übergang zwischen Rückbank und Kofferraum. Hier dürfen weder Kanten noch zu große Löcher klaffen. Zwar kann man bei den meisten Mietwagenanbietern nicht einen speziellen Fahrzeugtyp buchen, Sie können jedoch Wünsche äußern oder vor Ort nach einem anderen Fahrzeug fragen.

Unbedingt einpacken

Packen Sie einige Decken ein, um Ihren Schlafplatz ausreichend zu polstern. Bei längeren Touren mit dem eigenen Auto können Sie sich aus Schaumstoff eine passgenaue Matratze zurechtschneiden. Je nachdem, wie kalt es im Land ist, in dem Sie Urlaub machen wollen, sollten Sie einen warmen Thermoschlafsack und eventuell noch ein paar Ersatzdecken einpacken. Auch wenn es tagsüber angenehm warm ist, kann es in vielen Ländern nachts empfindlich kalt werden.

Für Unterhaltung und Verbindung zur Außenwelt ist ein Stromadapter für den Zigarettenanzünder sehr praktisch. Achten Sie hier jedoch darauf die Autobatterie nicht zu sehr zu beanspruchen. Werden deren Reserven zu weit aufgezehrt, springt der Wagen am nächsten Morgen nicht mehr an. Eine Ersatzbatterie ist bei einem Mietwagen nur bedingt eine Alternative. Für die Nacht kann auch eine Taschen- oder Stirnlampe nicht schaden.

Zuletzt sollten Sie als Auto-Camper stets einen Reservevorrat an Essen und Getränken im Auto haben. So sind Sie zum einen flexibel und können spontan irgendwo übernachten und sind bei einer Panne gerüstet. Besonders in sehr heißen Ländern empfiehlt sich die Mitnahme einer Kühlbox. Für eine warme Mahlzeit ist ein Gaskocher überaus praktisch.

(hze)

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