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Sommer-Open-Air: Alles Wissenswerte zum Thema Cabrio-Fahren

08.06.2016 - 14:00

Den Sommer bei offenem Verdeck genießen, Wind und Sonne in den Haaren spüren: Mit dem Mietwagen die Urlaubsregion zu erkunden, ist für viele ein kleiner Traum. Damit Sie die schönste Zeit des Jahres auch entspannt genießen können, haben wir hier die wichtigsten Tipps, mit denen Sie zum Cabrio-Experten werden.

Die richtige Ausrüstung

Familie im Cabrio
Wichtigste Regel beim Cabrio fahren: Schützen Sie sich vor der prallen Sonne. Denken Sie an Brille, Hut und Sonnencreme.
Nicht nur der Strandaufenthalt, auch die Fahrt mit dem Cabrio will gut vorbereitet sein. Als wohl wichtigste Regel, sollten Sie unbedingt für ausreichend Sonnenschutz sorgen. Denn auch wenn der Wind während der Fahrt Ihnen kühlend um die Nase weht, brennt die Sonne in südlichen Ländern doch unerbittlich auf Sie herunter. Ohne Mütze, Hut und genug Lichtschutz auf der Haut bemerken Cabrio-Neulinge den Sonnenbrand erst dann, wenn es viel zu spät ist. Generell sollten Sie es mit dem Sonne tanken nicht übertreiben und in der größten Hitze das Verdeck lieber schließen. Am Strand legen Sie sich schließlich auch nicht stundenlang in die pralle Sonne.

Die Wärme könnte auch anderweitig für eine böse Überraschung sorgen. Da der Innenraum eines Cabrios Wind und ab und an auch Wetter ausgesetzt ist, beziehen die Hersteller die Sitze hier überdurchschnittlich häufig mit Leder anstatt mit Stoff. Parken Sie Ihr Fahrzeug dann in der Sonne, werden diese sehr schnell sehr heiß. Besonders bei schwarzen Polstern droht hier im wahrsten Sinne des Wortes Verbrennungsgefahr, das sollten Sie in warmen Ländern immer im Hinterkopf behalten, wenn Sie zum Beispiel mit dem Mietwagen in Spanien, Portugal oder Italien unterwegs sind. In weniger heißen Regionen, oder wenn Sie sich auch in den kühleren Morgen- und Abendstunden keinen steifen Hals holen wollen, sollten Sie zudem ein dünnes Tuch einpacken.

Kennen Sie Ihr Auto

Fiat 500 Cabrio
Die kleinste Cabrios - wie dieser Fiat 500 - verfügen lediglich über eine Art Rolldach. Foto: Fiat
Apropos Verdeck: Wenn Sie sich mit Cabrios nicht allzu gut auskennen, lassen Sie sich die Besonderheiten von einem Mitarbeiter der Autovermietung erklären. Denn gerade beim Dach des Fahrzeugs gibt es große Unterschiede. Da das Verdeck in geöffnetem Zustand recht viel Platz benötigt, setzen gerade Winzlinge wie die Cabrios von Fiat 500, Citroen DS3 oder Peugeot 108 auf eine Art Roll- oder Faltdach. Hier bleibt die Karosserie bis über die Fenster fest und nur das Stoffdach rollt sich bis zum Heck zusammen. Doch auch bei klassischen Cabrios können Sie auf zwei unterschiedliche Varianten treffen.

Von Hand oder elektrisch

Auch heute gibt es teilweise noch Fahrzeuge mit manueller Verriegelungen für das Dach. Etwa beim Mazda MX-5, der selbst in neuster Version von Hand geöffnet werden muss. Dafür wird einfach ein Riegel oberhalb des Rückspiegels betätigt und das Verdeck kann nach hinten „geworfen“ werden. Beim Schließen müssen Sie sich hier jedoch ziemlich verrenken oder – bei größeren Cabrios mit Rückbank – sogar ganz aussteigen.

Immer häufiger reicht es daher, wenn Sie Sie nur noch einen Finger rühren, damit das Freiluftvergnügen starten kann. Elektrische Mechanismen gibt es dabei sowohl bei Stoff- als auch bei Metalldächern, wobei letztere nach und nach immer seltener werden. Zwei der letzten Vertreter mit Hard-Top sind die Cabrios von BMW Z4 und der 4er-Reihe sowie der bis 2015 gebaute Mazda MX-5, den es sowohl mit Stoff- als auch Stahldach gab.
BMW 2er schließt Verdeck während der Fahrt
Das BMW 2er Cabrio kann das Verdeck während auch der Fahrt elektrisch schließen. Foto: BMW

Halten oder fahren

Auch bei automatischen Mechanismen gibt es Unterschiede. Bei einigen Fahrzeugen müssen Sie trotz Automatik komplett still stehen, um das Dach öffnen zu können. Andere verstauen den Deckel auch bei langsamer Fahrt von 30 bis 50 km/h im Heck. Als Faustregel gilt: Je teurer das Auto, desto wahrscheinlicher, dass Sie nicht stehen bleiben müssen, um das Dach zu öffnen oder zu schließen. Wie das exakt bei dem von Ihnen gebuchten Fahrzeug aussieht, erfragen Sie am besten bei Ihrem Mietwagen-Anbieter.

Spezielle Cabrio-Ausstattung

Neben der Dachkonstruktion verfügen viele Cabrios noch über weitere, spezifische Ausstattungsdetails. Eins der wohl häufigsten Features in Open-Air-Autos ist das sogenannte Windschott. Dieses wird über der Rückbank oder hinter den Vordersitzen angebaut und leitet den Wind so um, dass Fahrer und Beifahrer kaum ein Lüftchen spüren. Da auch die Autohersteller von dem Problem mit den heißen Sitzen wissen, gibt es bei Modellen ab der Mittelklasse hitzeabsorbierendes Leder, zum Beispiel beim Opel Cascada. Hier werden selbst schwarze Sitze nach Stunden in der prallen Sonne nur lauwarm.
Opel Cascada Innenraum
In höherwertigen Cabrio sorgen belüftete Sitze und Hitze absorbierendes Leder für ein angenehmes Fahrvergnügen. Foto: Opel


Gegen kalte Zugluft verbauen Autohersteller vor allem in teureren Modellen spezielle Luftausströmer auf Nackenhöhe in den Sitzen. Dieser soll den Hals der Insassen vor dem kalten Fahrtwind schützen und einem steifen Nacken vorbeugen. Zudem helfen Sitzheizung und -belüftung bei allen Wetterlagen dabei, das Klima im Wagen bei allen Temperaturen so angenehm wie möglich zu halten.

Begrenztes Platzangebot

Zu guter Letzt sollten Sie Ihren Cabrio-Trip im Urlaub im Voraus gut planen, denn zu viel Gepäck macht Ihnen bei fast allen Open-Air-Autos einen Strich durch die Rechnung. Zum einen verfügen Cabrios häufig über einen kleineren Kofferraum als die geschlossenen Limousinen, zum anderen schränkt das offene Verdeck das Stauvolumen des Gepäckabteils zusätzlich gewaltig ein. Selbst große Fahrzeuge wie ein BMW 6er Cabrio bieten so schnell nur noch Platz für einen kleinen Koffer oder eine Handtasche. Für Ihre Tagesausflüge sollten Sie also nur mit Sturmgepäck reisen. Auf den Fahrten vom und zum Flughafen, muss das Dach einfach geschlossen bleiben. So bieten auch die meisten Cabrios ausreichend Stauraum für das Urlaubsgepäck.

(hze)

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