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Bonusheft: Noch bis zum Jahresende zum Zahnarzt

17.10.2014 - 12:00

Wer gesetzlich versichert ist und dieses Jahr noch nicht beim Zahnarzt war, sollte eine Vorsorgeuntersuchung bis zum Jahresende einplanen. Damit sichert man sich unter Umständen einen höheren Festzuschuss der Krankenkasse, falls man einen Zahnersatz benötigt.

Die gesetzlichen Kassen zahlen für Zahnersatz in der Regel nur einen Festzuschuss. Dieser beträgt 50 Prozent der Kosten für eine medizinische Grundversorgung – der sogenannten Regelversorgung. Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, erhält von seiner Kasse darüber hinaus einen Extra-Zuschuss.

War man in den letzten fünf Jahren vor einer Behandlung mindestens einmal jährlich beim Zahnarzt, erhöht sich der Festzuschuss um 20 Prozentpunkte. Für Vorsorgeuntersuchungen während der letzten zehn Jahre winkt sogar ein Bonus von 30 Prozentpunkten. Damit steigt die Zuzahlung der Krankenkasse auf insgesamt 65 Prozent der Kosten für eine Regelversorgung.

Allerdings: Das Bonusheft, in dem die Vorsorgeuntersuchungen dokumentiert werden, muss lückenlos geführt sein. Versäumt man in einem Jahr den Besuch beim Zahnarzt, ist der Bonus für eine anstehende Behandlung verloren.

Bonusheft bei Zahnzusatzversicherungen

Spartipp: Noch vor Jahresende zum Zahnarzt gehen.
Auch bei einigen Tarifen einer Zahnzusatzversicherung kann sich ein lückenlos geführtes Bonusheft bezahlt machen. So erstatten einige Tarife nur einen vertraglich vereinbarten Prozentwert der Zahnarztrechnung – etwa 80 Prozent – unabhängig von der Höhe der gesetzlichen Zuzahlung. Erhält man dank Bonusheft einen höheren Zuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse, verringert dies den verbleibenden Eigenanteil, den man aus eigener Tasche zahlen muss.

 

Andere Tarife wiederum machen die Höhe der Erstattung direkt vom Bonusheft abhängig.

Beispiel: Eine Versicherung übernimmt grundsätzlich 60 Prozent der Kosten für Zahnersatz. Weist der Versicherte mit seinem Bonusheft Vorsorgeuntersuchungen der letzten fünf Jahre nach, steigt die Erstattung auf 65 Prozent. Nach zehn Jahren lückenloser Vorsorge zahlt die Versicherung sogar 70 Prozent der Kosten.

Es gilt daher: Ein gepflegtes Bonusheft bedeutet für gesetzlich Versicherte bares Geld, falls sie einmal Zahnersatz benötigen. Auch bei einigen Tarifen einer privaten Zahnzusatzversicherung können Sie mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen den zu zahlenden Eigenanteil deutlich senken.

(mst)

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