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Wurzelbehandlungen sind oft besser als ihr Ruf

20.06.2014 - 11:00

Eine Wurzelbehandlung ist oft schmerzhaft - aber nach Daten des Barmer Zahnreports 2014 besser als ihr Ruf, was die Erfolgsrate angeht. Denn drei Jahre nach einer Behandlung mussten 84 Prozent der Zähne nicht noch einmal behandelt werden.

Für den aktuellen Zahnreport wertete die Barmer GEK rund 556.000 Wurzelbehandlungen der Jahre 2010 bis 2012 aus. Eine Behandlung kostete in diesem Zeitraum im Durchschnitt rund 125 Euro. Die Behandlung eines vitalen Zahns war dabei rund 20 Euro teurer als die eines bereits abgestorbenen.

Behandlungen erfolgreich, wenn sie früh vorgenommen werden

In 84 Prozent der Fälle musste der Zahn in den ersten drei Jahren nicht erneut behandelt werden. Bei Backenzähnen ist die Behandlung mit bis zu 86 Prozent sogar noch erfolgreicher als bei Frontzähnen, von denen 82 Prozent nicht noch einmal behandelt werden mussten. Allgemein ist die Wurzelbehandlung laut Barmer umso erfolgreicher, je früher sie vorgenommen wird. In vielen Fällen kann durch sie der Verlust des Zahns mit kostspieligen Folgebehandlungen verhindert werden.

 

In nur zwei Prozent der Fälle musste der Zahnarzt eine erneute Wurzelbehandlung vornehmen. Bei rund vier Prozent der Zähne erfolgte eine Wurzelspitzenresektion, wobei die Wurzelspitzen operativ entfernt werden. In rund elf Prozent der Fälle musste der Zahn gezogen werden. Damit musste nach drei Jahren nur etwa jeder neunte Zahn entfernt werden.

Methode der direkten Überkappung

Der Zahnreport hat auch 150.000 Fälle einer direkten Überkappung untersucht. Hierbei wird freiliegendes oder verletztes Zahnmark abgedeckt, um eine Wurzelkanalbehandlung zu verhindern. Rund 72 Prozent der Zähne mussten nach dieser Methode nicht weiter behandelt werden.

 

(mst)

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