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Wohngebäudeversicherung: Haushalte meist nur unzureichend gegen Naturgewalten versichert

18.08.2010 - 10:33

Die aktuellen Hochwasser im Osten Deutschlands haben in einigen Orten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Solche extremen Naturereignisse sind doppelt schlimm, wenn Hausbesitzer nicht ausreichend gegen deren finanzielle Folgen versichert sind. Eine Elementarschadenversicherung kann zumindest den materiellen Verlust ersetzen.

Zum zweiten Mal binnen drei Monaten ist Deutschland von Hochwasser betroffen. Besonders der Osten der Republik ist in Mitleidenschaft gezogen. In Sachsen waren sogar drei Todesopfer zu beklagen. Aktuell sinken die Pegelstände, die Lage entspannt sich nach und nach. Für die Spree in Bautzen und die Elbe in Dresden gilt aber nach wie vor die Alarmstufe eins.

Derzeit sind 74 Prozent der bundesdeutschen Haushalte nicht ausreichend gegen Naturkatastrophen versichert. Um sich gegen Starkregen, Überschwemmungen und Hochwasser finanziell abzusichern, benötigen Verbraucher eine Elementarschadenversicherung. Diese kann zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung (ab acht Prozent Aufschlag) und zur Hausratversicherung (ab zehn Prozent Aufschlag) abgeschlossen werden. Sie deckt die Risiken Hochwasser, Starkregen, Erdbeben, -senkung und Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüche ab.

Landesregierung in Bayern startet Informationskampagne

Die bayerische Landesregierung hat derweil auf die stetige Zunahme von extremen Wettererscheinungen mit einer Informationskampagne reagiert. In dieser werden Hausbesitzer und Mieter gleichermaßen dazu aufgerufen, mit einer Absicherung gegen Elementarschäden für den Fall der Fälle vorzubeugen. In Niedersachsen laufen aktuell Planungen zu einer ähnlichen Kampagne.

 

Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), begrüßt die Aktion der Bayerischen Landesregierung. Seiner Einschätzung nach ist ein Großteil der Hausbesitzer unzureichend gegen Naturgefahren versichert. Besonders Starkregen führe immer häufiger zu Überflutungen, auch in Gebieten die bisher von solchen Wettererscheinungen verschont geblieben waren.

Preisunterschiede zwischen den Versicherern von bis zu 445 Euro

Wer sich für einen zusätzlichen Elementarschadenschutz entscheidet, sollte in jedem Fall die verschiedenen Angebote der Versicherungen vergleichen. Denn nicht bei jeder Assekuranz bewegen sich die zusätzlichen Kosten auf einem niedrigen Niveau. Insgesamt sind Preisunterschiede von bis zu 445 Euro zwischen den Versicherungsanbietern möglich. Dies ergab eine vergleichende Studie von CHECK24 zu den Angeboten der Wohngebäude- und Hausratversicherung mit und ohne den optionalen Schutz gegen Elementarschäden.

 

Wie hoch die jeweiligen Jahresbeiträge tatsächlich sind, hängt in hohem Maße von der Hochwasser-Gefährdungsklasse ZÜRS (Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen) ab. Besonders bei den Policen der Wohngebäudeversicherung wirkt sich die Gefährdungsklasse auf die Jahresbeiträge aus.

(tei)

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