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Rauchmelderpflicht in Bayern

15.01.2013 - 10:55

Rauchmelder können Leben retten. Zu dieser Erkenntnis ist auch die bayerische Politik gelangt, denn seit dem 1. Januar 2013 gilt in dem Bundesland eine Rauchmelderpflicht für Gebäude. Alle Neu- und Umbauten müssen seitdem mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Für Altbestände gilt eine Übergangsregelung. Das heißt, Immobilienbesitzer haben bis zum 31. Dezember 2017 Zeit, ihre Gebäude mit Rauchmeldern auszustatten. Da diese Geräte in erster Linie Menschenleben schützen sollen, sollten Immobilieneigentümer jedoch nicht bis 2017 warten, sondern am besten gleich nachrüsten. Denn Rauch- und Brandmelder sind nicht teuer – vor allem im Vergleich zu einem Menschenleben, materiellen Habseligkeiten und dem Gebäude.

In Deutschland sterben jedes Jahr circa 600 Menschen an den Folgen von Wohnungsbränden. Die meisten Todesfälle sind jedoch nicht auf Verbrennungen, sondern auf Rauchvergiftungen zurückzuführen. Oft werden die Betroffenen nachts vom Feuer überrascht und atmen im Schlaf den giftigen Rauch ein. Rauchmelder bieten einen wirksamen Schutz, in dem sie bereits bei einer Rauchentwicklung Alarm schlagen. Dadurch sind die Chancen zu erwachen und sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen, deutlich höher. Außerdem kann so die Brandbekämpfung frühzeitiger einsetzen, sodass man nicht nur sich selbst, sondern auch weitgehend sein Hab und Gut und sogar das brennende Gebäude unter Umständen retten kann.

Die Rauchmelderpflicht ist in den Bauverordnungen der Länder festgeschrieben

Bisher gehörte Bayern zu den Bundesländern, deren Bauordnung keine Pflicht für Rauchmelder enthielt. Auch in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Sachsen gibt es bisher keine Rauchmelderpflicht. In Nordrhein-Westfalen ist eine solche Pflicht geplant und wird aller Voraussicht nach bald in Kraft treten.

 

In Bayern ist für den Einbau von Rauchmeldern der Gebäude- beziehungsweise Wohnungseigentümer zuständig. Der Mieter der Wohnung hat dagegen die Pflicht sicherzustellen, dass die Rauchmelder funktionieren. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Eigentümer (Vermieter) die Wartung übernimmt. Die anfallenden Wartungskosten kann er auf die Mieter umlegen.

Laut Gesetz muss mindestens ein Rauchmelder in jedem Kinderzimmer, in jedem Schlafzimmer und in jedem Flur, der mit einem Wohnraum verbunden ist, montiert werden. Die genaue Regelung ist im § 46 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) festgehalten. Wer sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben hält, riskiert nicht nur den Versicherungsschutz, sondern auch sein Leben.

Fehlende Rauchmelder gefährden den Versicherungsschutz

In den oben genannten Räumlichkeiten müssen Rauchmelder angebracht werden. Zudem ist es wichtig, dass diese einem gewissen Sicherheitsstandard genügen. Seit 2008 dürfen in Deutschland eigentlich nur noch Brandmelder vertrieben werden, die der DIN EN 14604 entsprechen. Diese Industrienorm enthält Mindestanforderungen, die ein Rauchmelder erfüllen muss. Wer sich nicht an diese Norm und die gesetzlichen Vorgaben hält, gefährdet nicht nur seinen Anspruch auf Versicherungsleistungen, sondern riskiert Menschenleben und ein Bußgeld.

 

Mieter, die ihr Hab und Gut mit einer Hausratversicherung versichert haben, müssen in der Regel bestimmte Sicherheitsvorkehrungen treffen, um Schäden zu vermeiden. Da sie nun für die Wartung der Rauchmelder zuständig sind, sofern nichts anderes vereinbart wurde, riskieren sie ihren Versicherungsschutz und machen sich unter Umständen strafbar, wenn sie ihrer Pflicht nicht nachkommen. Immobilienbesitzer, die eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben, haben ebenfalls diverse Pflichten, um Schäden abzuwenden oder möglichst gering zu halten.

Hierzu gehört von nun an auch das Anbringen von Rauchmeldern in ihren Gebäuden. Verletzt ein Versicherungsnehmer seine vertraglichen Pflichten, hat der Versicherer oftmals das Recht, Leistungen zu kürzen oder gar vollständig zu verweigern. Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, sollte jeder seine Pflichten genau kennen und ihnen nachkommen.

Wohngebäudeversicherung mit Bedacht wählen

Eine Wohngebäudeversicherung deckt eine Vielzahl an Schadensrisiken ab und bietet somit Immobilienbesitzern einen existenziellen Schutz. Denn viele Menschen nutzen Immobilien nicht nur als Kapitalanlage, sondern auch als Altersvorsorge. Daher sollte man darauf Wert legen, dass die Leistungen der Versicherung umfangreich und bedarfsgerecht sind. Meist gilt jedoch: Umso mehr Leistungen, desto teurer. Dies muss aber nicht der Fall sein!

 

Um eine leistungsstarke und günstige Wohngebäudeversicherung zu finden, die den eigenen Bedürfnissen gerecht wird, empfiehlt es sich, einen Wohngebäudeversicherung Vergleich durchzuführen. Mithilfe des CHECK24 Versicherungsrechners können Sie den Versicherungsschutz Ihrer individuellen Situation entsprechend zusammenstellen und die angezeigten Angebote miteinander vergleichen. Dies spart nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch bares Geld. Unser Vergleichsservice ist absolut kostenlos und unverbindlich. Wenn Sie eine Wohngebäudeversicherung online abschließen, winkt Ihnen zusätzlich ein Preisvorteil.

(mtr)

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