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Unisextarife ab 21.Dezember: Auswirkungen auf die Pflege- und Vorsorgeversicherungen

27.11.2012 - 18:42

In weniger als einem Monat ist es soweit: Die neuen Unisextarife werden zum Stichtag am 21. Dezember 2012 für Neuverträge verpflichtend eingeführt. Grund dafür ist ein Beschluss des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg, demzufolge in Deutschland ─ ebenso wie in den 26 anderen EU-Mitgliedsstaaten ─ das Geschlecht spartenübergreifend künftig bei der Berechnung der Versicherungsprämie keine Rolle mehr spielen darf.

Die Einführung der Unisextarife betrifft grundsätzlich alle Versicherungsbereiche. Doch nicht alle Versicherungsarten sind gleichermaßen stark von den Auswirkungen betroffen: Während das Geschlechtsmerkmal der Kunden beispielsweise in der Hausratversicherung auch bisher keine Rolle spielte, wird die Tarifumstellung etwa in den Bereichen Pflege, Krankenzusatz und Altersvorsorge wahrscheinlich zu Beitragsänderungen führen.

Wie dem Internetauftritt der WELT zu entnehmen ist, rechnet der Finanzdienstleister MLP damit, dass bei der Pflegeversicherung durch die Unisextarife auf Männer Beitragserhöhungen von bis zu 39 Prozent zukommen werden. Frauen hingegen können rund sieben Prozent günstigere Versicherungsprämien erwarten.

Private Krankenversicherung und Zahnzusatzversicherung für Männer voraussichtlich teurer

Ein ähnliches Bild ergibt sich laut MLP bei der privaten Krankenversicherung, denn auch hier werden Männer voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen müssen und Beitragserhöhungen zwischen elf und 25 Prozent erfahren. Frauen können, je nach Lebensalter bei Versicherungsabschluss, künftig vermutlich circa fünf Prozent an Prämie sparen.

 

Mit voraussichtlich zwischen drei und vier Prozent ergibt sich für Frauen auch bei der Zahnzusatzversicherung ab dem kommenden Jahr ein Sparpotenzial. Männer kommen auch bei dieser Versicherung bei vermuteten Beitragserhöhungen um bis zu 19 Prozent teurer weg.

Für Frauen kaum spürbare Veränderungen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Was die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Rentenversicherung betrifft, wird es für das weibliche Geschlecht vermutlich keine oder nur geringfügige preisliche Änderungen geben. Männer wiederum werden ─ je nach Eintrittsalter ─ für Berufsunfähigkeitspolicen geschätzt bis zu zehn Prozent höhere Beiträge zahlen müssen. Für die private Rentenversicherung werden Mehrkosten zwischen sechs und acht Prozent anfallen.

 

Auch bei Neuabschlüssen von Krankenhaus-Zusatzversicherungen werden sich für Frauen aller Wahrscheinlichkeit nach keine merklichen Veränderungen bei der Beitragshöhe ergeben. Männer zahlen ─ abhängig von ihrem Alter bei Vertragsabschluss ─ nach dem Stichtag voraussichtlich bis zu acht Prozent weniger.

Vermutlich höhere Beiträge für Frauen bei Risikolebensversicherung und Dread-Disease-Versicherung

Im Gegenzug müssen Frauen nach der Einführung der Unisextarife bei Neuabschlüssen einer Risikolebensversicherung ─ abhängig vom Eintrittsalter ─ mit happigen Beitragserhöhungen von zwischen 47 und 70 Prozent rechnen. Wer als Frau künftig eine Dread-Disease-Versicherung zur finanziellen Absicherung schwerer Krankheiten wie beispielsweise Krebs abschließen will, muss vermutlich zwischen 13 und 49 Prozent mehr für die Versicherungsprämie hinblättern.

 

Die Herren der Schöpfung hingegen können sich bei den neuen Unisextarifen über Beitragssenkungen von acht Prozent bei der Dread-Disease-Versicherung beziehungsweise neun Prozent bei der Risikolebensversicherung freuen.

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(kro)

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