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Sommerzeit ist Grillzeit - Doch wer zahlt, wenn beim Brutzeln etwas passiert?

22.07.2013 - 10:00

Es ist endlich Sommer. Der Grill wird aus dem Keller geholt, das Bier ist schon kaltgestellt. Neben klassischem Grillgut wie Würstchen, Steaks und Grillfackeln finden oft auch vegetarische Alternativen wie Grillkäse und Gemüsespieße ihren Weg auf den heißen Rost. Da ist für jeden etwas dabei und einem netten Beisammensein mit Freunden steht nichts mehr im Wege. Doch wie sieht es bei einem Unfall oder Missgeschick beim Grillen mit dem Versicherungsschutz aus?

Verbrennt oder verletzt sich der Grillmeister oder ein anderer Barbecue-Fan, ist es gut, wenn derjenige über eine private Unfallversicherung verfügt – ansonsten muss er die mitunter hohen Behandlungs- und Folgekosten des Unfalls selbst begleichen. Denn die gesetzliche Unfallversicherung greift nicht bei Unfällen in der Freizeit.

Werden andere Personen durch eine Unachtsamkeit versehentlich verletzt oder deren Eigentum – beispielsweise die teure Bierzapfanlage des Gastgebers – beschädigt, springt die private Haftpflichtversicherung des Schadensverursachers ein.

Ohne passenden Versicherungsschutz kann es teuer werden

Unter anderem ersetzt die Privathaftpflicht Sachwerte, übernimmt die Kosten für Krankenhausaufenthalte des Geschädigten und zahlt Schmerzensgeld sowie einen eventuellen Verdienstausfall. Da jeder für selbst verursachte Schäden haften muss, ist es in jedem Fall ratsam, eine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen. Ansonsten können die Kosten für Haftpflichtschäden schlimmstenfalls existenzbedrohend hoch sein.

Werden durch Grillfeuer Gegengestände aus dem eigenen Hausrat beschädigt, steht grundsätzlich die Hausratversicherung in der Pflicht. Verursacht ein Funkenflug sogar einen Gebäudebrand, kommt im Allgemeinen die Wohngebäudeversicherung für den entstandenen Schaden auf.

Dies gilt in beiden Fällen jedoch nicht, wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde, etwa weil die offene Feuerstelle die meiste Zeit unbeaufsichtigt war. Bei grober Fahrlässigkeit kürzt die Versicherung die Leistung unter Umständen oder verweigert sie sogar gänzlich.

Sicherheitstipps für unbeschwerten Grillspaß

Um den Grillspaß möglichst unfall- und schadenfrei genießen zu können, sollten Grillbegeisterte ein paar einfache Dinge beachten. Es empfiehlt sich beispielsweise, nur unter freiem Himmel zu grillen – auf keinen Fall in geschlossenen Räumen oder unter einem Sonnenschirm. Denn sonst kann sich giftiges Kohlenmonoxid stauen – es droht der langsame Erstickungstod.

Außerdem sollte der passionierte Griller seine „Feuerstelle“ in möglichst großem Abstand zu angrenzenden Gebäuden aufstellen, um die bereits genannten Hausrat- und Wohngebäudeschäden zu verhindern. Zudem sollten zum Anzünden nach Möglichkeit keine brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Spiritus oder Öl verwendet werden, da diese unkontrollierbare Stichflammen verursachen können. Besser geeignet sind sogenannte Anzündriegel oder Zündwürfel.

Erst abkühlen lassen, dann aufräumen

Ist das Grillfest vorbei, sollte der Grill im Freien erst komplett auskühlen, bevor er weggeräumt wird. Dasselbe gilt für die Glut – sie sollte zunächst ausglühen und nicht direkt in den Mülleimer geworfen werden. Eine kalte Wasserdusche sollte man seinem Grill jedoch lieber nicht zumuten, auch wenn es den Bruzzler nicht in Mitleidenschaft zieht. Durch das kühle Nass und die heiße Glut entsteht jedoch heißer Wasserdampf, der zu schweren Verbrühungen führen kann.

Ebenso sollten Kinder nicht zu nah an den Grill herankommen. Der Grund: Sie sind besonders verletzungsgefährdet, da sie in vielen Fällen auf Augenhöhe mit dem Grill sind. Beherzigen Sie diese einfachen Tipps und sind für den Fall der Fälle mit dem passenden Versicherungsschutz ausgestattet, kann das nächste Grilltreffen kommen!

(kro)

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