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GDV-Bilanz 2013: Versicherer erbringen Rekordleistungen

04.12.2014 - 08:00

Im Jahr 2013 haben die deutschen Versicherer Leistungen in Höhe von 207 Milliarden Euro erbracht. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs um fast sechs Prozent. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist dies ein neuer Leistungsrekord. Die täglichen Aufwendungen der deutschen Versicherer für ihre Kunden belaufen sich auf etwa 568 Millionen Euro.

Die Leistungen umfassen ausbezahlte Geldbeträge, Deckungsrückstellungen für die privaten Rentenversicherungen sowie Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung. Die Beitragseinnahmen im letzten Jahr betrugen insgesamt rund 187 Milliarden Euro. Somit zählt die Versicherungswirtschaft zu den umsatzstärksten Branchen in Deutschland und trägt nach Auffassung des GDV zur Wohlstandssicherung bei. So entsprächen beispielsweise die ausgezahlten Leistungen der Lebensversicherer (ohne Rückkäufe) heute knapp 30 Prozent der Rentenausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung.

Zudem haben die Versicherer im letzten Jahr rund 7,2 Milliarden Euro für Sturm- und Hochwasserschäden an ihre Kunden ausbezahlt. Auch in ihrer Rolle als intentionelle Kapitalanleger und Arbeitgeber nimmt die Versicherungswirtschaft eine Spitzenposition ein. Rund 1,4 Billionen Euro beträgt der Kapitalanlagebestand der deutschen Versicherer – rund viermal so viel wie der gesamte Bundeshaushalt.

Leistungsbereit für die Zukunft

Dem GDV zufolge ist Deutschland der führende Standort für Rückversicherungen. Generell gehört die Bundesrepublik zu den größten Versicherungsmärkten der Welt. Der GDV repräsentiert mehr als 95 Prozent des deutschen Versicherungsmarktes und sieht die deutschen Versicherer für die Zukunft gut aufgestellt. So haben die privaten Krankenversicherer beispielsweise Altersrückstellungen in Höhe von 194 Milliarden Euro gebildet, um den demografischen Wandel abzufedern. Sorge bereiten jedoch zunehmend die steigenden Schadenskosten aufgrund der sich häufenden Naturkatastrophen.

Der GDV spricht sich in diesem Bereich klar gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden aus. Es solle jedem selbst überlassen bleiben, eine Elementarversicherung in Verbindung mit einer Hausratversicherung oder einer Gebäudeversicherung abzuschließen. Zudem seien technische Schutzmaßnahmen und staatliche Anreize zum Hochwasserschutz oder zum Abschluss einer Versicherung zielführender als gesetzliche Verpflichtungen. Nach Angaben des Verbands lassen sich mit 99 Prozent nahezu alle Gebäude unproblematisch versichern.

Tipp: Kürzlich wurde bekannt, dass knapp jeder sechste deutsche Haushalt über keine Privathaftpflichtversicherung verfügt. Eine private Haftpflichtversicherung kostet jedoch nur wenige Euro pro Monat und deckt Schäden von Dritten in Millionenhöhe ab. Niemand sollte auf diesen günstigen und leistungsstarken Versicherungsschutz verzichten.

(mtr)

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