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Unfall bei der Betriebsfeier - wer zahlt?

10.12.2012 - 13:00

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, die Weihnachtsfeiertage rücken immer näher. Grund genug für viele Firmen, den Einsatz ihrer Mitarbeiter im zurückliegenden Geschäftsjahr mit einer ausgedehnten Weihnachtsfeier zu belohnen. Aber auch im Rahmen des Firmenfests kann sich schnell ein Unfall ereignen. Wir verraten Ihnen, was es hierbei zu beachten gilt und wann die gesetzliche Unfallversicherung greift.

Unfälle, die sich während einer offiziellen betrieblichen Weihnachtsfeier ─ respektive auch bei anderen Firmenfeiern ─ oder auf dem Hin- beziehungsweise Heimweg ereignen, gelten grundsätzlich als Arbeitsunfälle und fallen somit unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Darauf weist unter anderem die Unfallkasse Rheinland-Pfalz in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Eine Feier gilt als offizielles Firmenfest, wenn die Unternehmensleitung die Feierlichkeit genehmigt, finanziell fördert und selbst ─ oder in Vertretung ─ daran teilnimmt. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Bei privat organisierten Weihnachtsfeiern mit Kollegen, zum Beispiel innerhalb einer Abteilung, besteht bei Unfällen kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Feierlichkeiten außerhalb des Betriebs

Die gesetzliche Unfallversicherung greift im Übrigen auch, wenn das offizielle Weihnachtsfest außerhalb der Arbeitszeiten und nicht in den Räumlichkeiten des Unternehmens stattfindet. Versichert sind alle Tätigkeiten auf der Feier, die dem „Zwecke der Gemeinschaft“ dienen. Dazu zählen zum Beispiel sportliche oder spielerische Aktivitäten. Auch bei Unfällen, die bei den konkreten Vorbereitungen der Veranstaltung geschehen, greift der gesetzliche Unfallschutz.

Die Betriebsfeier gilt als beendet, wenn die Unternehmensleitung ─ oder deren beauftragte Vertreter ─ die Veranstaltung verlassen hat und nur noch weniger als 20 Prozent der Mitarbeiter anwesend sind. Unfälle, die sich anschließend ereignen, fallen also nicht mehr in die Kategorie Arbeitsunfall. Ebenso sind Missgeschicke bei einer Fortsetzung der Firmenfeier im privaten Rahmen nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Das Gleiche gilt für Unfälle bei privaten Feierlichkeiten im Firmengebäude, beispielsweise die Geburtstagsfeier eines Kollegen oder der Umtrunk anlässlich einer Beförderung ─ und zwar auch, wenn der Vorgesetzte die Feier in den Betriebsräumlichkeiten erlaubt hat.

Versicherungsschutz bei Unfällen auf Hin- und Rückweg ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft

Für den Versicherungsschutz auf dem Hin- und Rückweg zu beziehungsweise von der Veranstaltung gilt: Werden bei Fahrgemeinschaften Mitfahrer auf der Fahrt verletzt, leistet die gesetzliche Unfallversicherung nur dann, wenn der Fahrer seine Kollegen ausdrücklich auf Anweisung des Arbeitgebers mitgenommen hat. Bei Unfällen auf der Rückfahrt besteht laut Zeit Online kein Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn der Heimweg aus privaten Gründen unterbrochen wird.

Auch wer als Mitarbeiter bei der Feier zu tief ins Glas schaut und deshalb einen Unfall hat, gefährdet seinen Versicherungsschutz. Wer Familienangehörige, zum Beispiel den Ehepartner, zur Firmenweihnachtsfeier mitnimmt, sollte wissen, dass diese bei einem Unfall nicht durch den gesetzlichen Unfallschutz abgesichert sind ─ selbst wenn sie eine offizielle Einladung erhalten haben.

Mit der privaten Unfallversicherung auf Nummer sicher gehen

Wer auf Nummer sicher gehen und bei möglichen Unfällen im privaten Umfeld finanziell abgesichert sein will, sollte den Abschluss einer privaten Unfallversicherung in Erwägung ziehen. Mit dem CHECK24 Vergleichsrechner finden Sie problemlos leistungsstarke und günstige Tarife. Auf Wunsch können Sie nach dem Vergleich den Vertrag direkt online abschließen.

(kro)

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