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Gesetzlicher Unfallschutz greift nicht bei Unfall in der Raucherpause

20.02.2013 - 16:17

Bei Unfällen am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg greift grundsätzlich der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Ereignet sich der Unfall jedoch auf dem Rückweg von einer Raucherpause zum Arbeitsplatz, gilt der Vorfall nicht als Arbeitsunfall und der gesetzliche Unfallschutz greift nicht. Dies geht aus einem Urteil des Sozialgerichts Berlin vom 23. Januar 2013 hervor.

Im konkreten Fall ging die Klägerin, die als Pflegehelferin in einem Berliner Seniorenheim arbeitete, im Januar 2012 aufgrund des Rauchverbots innerhalb des Gebäudes zum Rauchen nach draußen. Auf dem Rückweg zu ihrem Arbeitsplatz stieß sie in der Eingangshalle mit dem Hausmeister zusammen, der deswegen einen vollen Wassereimer fallen ließ. Die Pflegehelferin rutschte aus und brach sich einen Arm.

In den Augen der Klägerin handelte es sich hierbei um einen Arbeitsunfall, da sich der Sturz am Arbeitsplatz ereignet habe. Ihre Begründung: Sie gehe mehrmals täglich durch die Eingangshalle. Dass sie zum Zeitpunkt des Unfalls gerade auf dem Rückweg von einer Raucherpause gewesen sei, dürfe daher unerheblich sein.

Die beklagte Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls und damit auch die Leistungsübernahme jedoch ab. Die Mitarbeiterin des Seniorenheims legte im September 2012 beim Berliner Sozialgericht Klage dagegen ein.

Raucherpausen stehen nicht in Bezug zur beruflichen Tätigkeit

Das Gericht teilte jedoch die Auffassung der Berufsgenossenschaft und wies die Klage ab. Die Argumentation: Der Hin- und Rückweg von beziehungsweise zu der Raucherpause stehe in keinem sachlichen Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit, denn es sei die freiwillige Entscheidung der Klägerin, rauchen zu gehen.

Vor allem seien Raucherpausen nicht mit Essens- und Trinkpausen vergleichbar. Denn die Nahrungsaufnahme sei unter anderem notwendig, um die eigene Arbeitskraft aufrechtzuerhalten. Eine Raucherpause hingegen diene lediglich dem Konsum eines Genussmittels und betreffe somit den persönlichen, nicht aber den beruflichen Lebensbereich. Daher bestünde der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung zwar für den Weg zur Kantine, aber nicht für den Weg zur Raucherpause.

Mit der privaten Unfallversicherung optimal für den Ernstfall abgesichert

Um bei Verletzungen während der Raucherpause oder anderen Unfällen während der Freizeit finanziell abgesichert zu sein, empfiehlt es sich, über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung nachzudenken. Denn ansonsten können die Folgekosten von Unfällen, zum Beispiel für eventuell benötigte Rehabilitationsmaßnahmen, schnell ein großes Loch in den eigenen Geldbeutel fressen. Die private Unfallversicherung hingegen kommt für derartige Unfälle auf.

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(kro)

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