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Zum Schulstart in NRW: Tipps für einen sicheren Schulweg

19.08.2014 - 18:00

Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sind zu Ende, für viele Kinder beginnt jetzt (wieder) ihr Ernst des Lebens. Gerade für Schulanfänger ist die erste Zeit besonders aufregend - viele neue Eindrücke prasseln auf sie ein. Eine gute Vorbereitung ist daher das A und O - auch der Weg zur Schule will wohl durchdacht sein. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Schulweg für Ihr Kind möglichst sicher gestalten können.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie den Weg zur Schule vorab gemeinsam mit Ihrem Sprössling planen. Falls nötig, sollten Sie zugunsten der Sicherheit auch kleine Umwege in Kauf nehmen. Bei der Suche nach der sichersten Strecke kann Ihnen ein Schulwegplan gute Dienste leisten.

Solche Pläne sind meist bei der jeweiligen Grundschule erhältlich. Alternativ können Sie zusammen mithilfe eines Lehrers und idealerweise eines Helfers, etwa von der örtlichen Verkehrswacht, selbst einen Plan erstellen. Informationsmaterial zu Schulwegplänen können Sie beispielsweise bei der Unfallforschung der Versicherer anfordern.

Übung macht den Meister

Ist der ideale Schulweg für den Fußmarsch gefunden, sollten Sie diesen mehrmals gemeinsam mit Ihrem Kind abgehen. Achten Sie darauf, dass Ihr Sprössling die Fahrbahn möglichst nicht zwischen geparkten Fahrzeugen überquert. Viel sicherer sind freie, für Autofahrer gut einsehbare Stellen wie Fußgängerampeln, Zebrastreifen, Mittelinseln und -streifen.

Zudem sollten Sie Ihrem Kind beibringen, dass es vor dem Bordstein stehen bleibt und mehrmals in beide Richtungen schaut, um sicherzustellen, dass kein Fahrzeug kommt, bevor es die Straße überquert. Wie lange Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter auf dem Schulweg begleiten sollten, hängt davon ab, wie schwierig die Strecke ist und wie gut Ihr Nachwuchs die ihm gestellten Aufgaben bewältigt. Geht Ihr Knirps irgendwann alleine zur Schule, sollten Sie sich dennoch ab und zu vergewissern, wie er sich im Straßenverkehr verhält – gerade dann, wenn er mit Gleichaltrigen zusammen ist.

Da in den dunklen Monaten von November bis Februar die Zahl der Verkehrsunfälle auf Schulwegen steigt, sollten Sie auch hier vorsorgen: Reflektierende Materialien an Schultasche und Kleidung sind empfehlenswert, damit die Kleinen auch in der Dämmerung gut erkennbar sind.

Tipps für den Schulweg mit dem Bus

Auch der Weg zur Grundschule mit dem Bus sollte gut geplant und geübt sein. Bringen Sie Ihrem Kind daher bei, dass es niemals vor oder hinter dem Bus über die Fahrbahn laufen soll. Wenn der Bus einfährt, sollte Ihr Nachwuchs genügend Abstand halten und die Bustüren nicht berühren.

Im Bus sollte sich Ihr Nachwuchs nach Möglichkeit hinsetzen und den Schulranzen an einer geeigneten Stelle platzieren. Allerdings sollten Sie ihm auch zeigen, wo er am besten stehen und sich festhalten kann, falls kein Sitzplatz frei ist.

Tipps für den Schulweg mit dem Auto

Bringen Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter mit dem Auto zur Schule, sollten Sie ebenfalls ein paar Punkte beachten. So müssen Kinder, die kleiner als 150 Zentimeter sind, bis zum zwölften Geburtstag in geeigneten Kindersitzen Platz nehmen – der Erwachsenengurt allein reicht sonst zur Sicherung nicht aus. Der Grund: Bei einem Unfall kann der Gurt am Bauch oder Hals tief einschneiden und den Zwerg schwer verletzen.

Wenn Sie sich dem Schulgebäude nähern, sollten Sie in angemessener Geschwindigkeit fahren und besonders aufmerksam sein. Außerdem sollten Sie den Anfahrtsweg so wählen, dass Ihr Nachwuchs auf der Gehwegseite aussteigen kann und nicht mehr über die Fahrbahn laufen muss. Dasselbe gilt für das Einsteigen nach Schulschluss.

Wissenswert: Hat Ihr Kind trotz aller Vorsicht einen Unfall auf dem Schulweg, steht es unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Da sich die meisten Unfälle jedoch in der Freizeit ereignen, ist es ratsam, zusätzlich mit einer privaten Unfallversicherung für den Fall der Fälle vorzusorgen.

(kro)

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