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Studie zur Unfallversicherung: Nachholbedarf bei Jüngeren

21.10.2014 - 18:00

Jeder dritte Deutsche hat keine private Unfallversicherung - bei den jungen Erwachsenen ist es sogar jeder Zweite. Dabei lebt gerade diese Altersgruppe besonders risikoreich - sei es etwa im Straßenverkehr, beim Sport oder anderen Freizeitaktivitäten. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Studie eines Versicherers, über die das Versicherungsmagazin in der Oktoberausgabe berichtet.

Demnach ist der Anteil der 18- bis 24-Jährigen bei Verunglückten im Straßenverkehr mit knapp 19 Prozent überdurchschnittlich hoch – obwohl diese Altersgruppe lediglich acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Zudem wählen gerade junge Erwachsene laut der Studie auch oft verhältnismäßig unfallträchtige Sportarten wie Fußball, Skaten oder Trampolinspringen. 36 Prozent der befragten 18- bis 24-Jährigen haben in den vergangenen fünf Jahren schon einmal einen Unfall beim Sport gehabt.

Viele Jüngere verlassen sich bei Versicherungen auf die Eltern

Gerade bei Jüngeren besteht Nachholbedarf beim Unfallschutz.
Demgegenüber weiß jeder Fünfte in dieser Altersgruppe nicht einmal, ob er über eine private Unfallversicherung verfügt – jeder Zweite ist sich unschlüssig darüber, wogegen diese Versicherungsart ihn überhaupt absichert. Der Grund für diese laxe Haltung in Versicherungsfragen könnte laut den Studienautoren darin liegen, dass sich die jüngeren Umfrageteilnehmer bislang in Versicherungsangelegenheiten vermutlich eher auf ihre Eltern verlassen haben.

Demnach ist es wenig überraschend, dass sich satte 85 Prozent der 18- bis 24-Jährigen unsicher sind, ob sie überhaupt einen privaten Unfallschutz benötigen – im Schnitt aller Altersgruppen teilen nur 65 Prozent diesen Zweifel. Zudem wissen ganze 78 Prozent der jungen Erwachsenen nicht, bei welcher Gesellschaft sie den besten Tarif mit den für sie relevanten Leistungen finden können – im Durchschnitt aller Altersgruppen sind es nur 49 Prozent.

Grundsätzlich sind 18- bis 24-Jährige laut der Studie dem Abschluss einer privaten Unfallversicherung jedoch nicht abgeneigt: Nur 30 Prozent in dieser Altersgruppe halten einen solchen Versicherungsschutz generell für überflüssig – bei den Über-65-Jährigen etwa sind mit 64 Prozent mehr als doppelt so viele dieser Ansicht.

(kro)

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