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Stiftung Warentest fühlt Unfallversicherungen für Senioren auf den Zahn

18.06.2013 - 14:00

Stiftung Warentest hat in der Juni-Ausgabe von Finanztest verschiedene Unfallversicherungen für Senioren unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur fünf der 32 getesteten Tarife sind nach Ansicht der Experten für Senioren uneingeschränkt empfehlenswert. 20 Angebote sind eingeschränkt empfehlenswert, ganze sieben haben die Tester für weniger empfehlenswert befunden.

Wer sich beispielsweise einen Arm oder Fuß bricht, ist im Alltag für einige Zeit auf Hilfe angewiesen ─ vor allem ältere Menschen können oft eine Unterstützung gebrauchen. Da nicht immer hilfsbereite Familienangehörige in der Nähe sind, müssen Betroffene in vielen Fällen Dienstleister wie etwa Sozialstationen hinzuziehen, um die Kleinigkeiten des Alltags zu meistern. Eine private Unfallversicherung mit sogenannten Assistance-Leistungen, die optional hinzu gebucht werden können, hilft hier finanziell und organisatorisch weiter.

Stiftung Warentest hat für den aktuellen Test der Unfallversicherungen zwei Modellkunden im Alter von 65 beziehungsweise 75 Jahren zugrundegelegt. Zudem haben die Tester einen Mindestumfang an Leistungen festgelegt. Diese Kriterien sollte ein Tarif enthalten, um als empfehlenswert für Senioren zu gelten.

Einmal das Rundumpaket, bitte!

Dazu gehören: ein Menü- und Begleitservice, ein Reinigungsservice für die Wohnung, ein Wäsche- und Einkaufsdienst, Pflegeleistungen sowie ein 24-Stunden-Notruf. Die Tester achteten zudem darauf, ob die jeweiligen Policen ein Beratungsangebot zur gesetzlichen Pflegeversicherung enthielten.

 

Zwar richten sich Unfallversicherungen mit solchen Assistance-Leistungen insbesondere an ältere Versicherte. Jedoch legen einige Anbieter für den Vertragsabschluss ein recht niedriges Höchstalter der Kunden fest. Wer die 75 Jahre überschritten hat, kann deshalb bei manchen Gesellschaften gar keine Unfallversicherung mehr abschließen.

Angesichts der steigenden Lebenserwartung wird es in Zukunft allerdings immer mehr Menschen „75+“ geben, die alleine leben und nach einem Unfall vielleicht Hilfeleistungen in Anspruch nehmen müssen oder möchten.

Hohes Alter kostet unter Umständen den Versicherungsschutz

Andere Versicherungsgesellschaften wiederum setzen ein sogenanntes Höchstversicherungsalter fest, das meist bei 85 Jahren liegt. Sprich: Steht der 86. Geburtstag eines Versicherten kurz bevor, kündigt die Assekuranz zum Ende des entsprechenden Versicherungsjahres den Vertrag. Daher sind solche Tarife den Testern zufolge für Senioren weniger empfehlenswert.

 

Zudem rät Stiftung Warentest älteren Verbrauchern von einigen Angeboten eher ab, da diese nicht alle Leistungsmerkmale des Tarifs in vollem Umfang für mindestens sechs Monate gewährleisten. Dies ist jedoch ein ausschlaggebendes Kriterium, da die Mühlen bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung etwas langsamer mahlen. Unter Umständen verzögert sich die Einstufung in eine Pflegestufe, sodass der Versicherte mitunter erst nach einem halben Jahr die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in Anspruch nehmen kann.

Wichtig: Eine Unfallversicherung für Senioren dient nicht der Vorsorge für den Pflegefall. Sie bietet aber nach einem Unfall zeitnah wertvolle Unterstützung im täglichen Leben – und das bei leistungsstarken Tarifen bis zu sechs Monate nach dem Unfall.

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(kro)

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