Laut Bundesnetzagentur wächst die Anzahl der mobilen Internet-User derzeit um 50% jährlich, gleichzeitig verdreifacht sich das Datenvolumen.
Schon heute übertragen die Mobilfunknetze hauptsächlich Daten. Sprachtelefonie beansprucht einen immer geringeren Anteil der Kapazität.
Netzausbau sichert freie Fahrt auf mobiler Datenautobahn
Das rasant steigende Datenvolumen im mobilen Internet bringt die Netze an ihre Kapazitätsgrenze. Die Netzanbieter wollen schnelle und zuverlässige Verbindungen auch bei immer neuen Rekordzahlen an Nutzern gewährleisten. Daher bauen sie die Übertragungskapazität in großen Schritten durch den Einsatz neuester Technologien aus. UMTS bildet momentan die Grundlage für schnelle Datenübertragung. Durch Erweiterungen wie HSDPA und HSUPA konnte die maximale Übertragungsleistung bis heute fast um den Faktor 20 gesteigert werden. Technologisch möglich sind mehr als 40MBit/s und damit der Faktor 100. Die nächste Mobilfunk-Generation, LTE (Long Term Evolution), wird in völlig neue Größenordnungen vorstoßen. Bereits im Grundausbau ist eine Geschwindigkeit von 100 MBit/s möglich. Damit bietet LTE komfortable DSL-Geschwindigkeit. So wird es zur ernsten Konkurrenz für drahtgebundene DSL-Anschlüsse – Netzverfügbarkeit vorausgesetzt.
Datenmenge explodiert durch Übertragung von Bildern und Videos
Ein Faktor für das stürmische Wachstum der Datenmenge sind die steigenden Nutzerzahlen. Ein anderer sind neue, trendige Formen der Kommunikation wie sie Smartphones und Netbooks bieten: Heute tauschen Nutzer Photos oder Videos aus, wo früher lediglich SMS versandt wurden – mit gravierenden Effekten. Während der Inhalt einer SMS ca. 100 Zeichen umfasst, müssen für ein Video ca. 5 000 000 Zeichen übertragen werden. Ein YouTube-Video, das man selbst per Handynetz überträgt, erzeugt damit ein Datenaufkommen vergleichbar mit 50.000 SMSen. Dasselbe Datenaufkommen erzeugt danach jeder einzelne Freund, der es sich danach über Facebook, studiVZ oder Lokalisten ansieht.
(hw)
