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Weltkindertag: Tagesgeldkonto statt Sparbuch für die Jüngsten?

20.11.2013 - 08:00

Als Alternative zum Sparbuch kann für Kinder auch ein Tagesgeldkonto eröffnet werden.
Ein Sparbuch für den Nachwuchs - das hat in Deutschland fast schon Tradition. Viele Kinder bekommen von ihren Eltern oder Verwandten zur Geburt oder Taufe eine Geldsumme geschenkt, angelegt auf einem Sparbuch. Doch ist das bunte Büchlein für diesen Zweck auch heute noch die passende Anlageform mit einer zufriedenstellenden Rendite? Der Weltkindertag der Vereinten Nationen, der jedes Jahr am 20. November begangen wird, kann als Anlass genommen werden, sich mit dieser Frage zu befassen. Hierbei zeigt sich: Während das Sparbuch inzwischen nur noch gering verzinst ist, kann sich das Geld auf einem Tagesgeldkonto im Vergleich deutlich rascher vermehren. 

Die Popularität des Sparbuchs rührt nicht zuletzt daher, dass es sich dabei um eine sichere und über Jahrzehnte bewährte Anlageform handelt. Bereits viele Eltern und Großeltern der heutigen Kinder haben auf diesem Weg ihr Erspartes angelegt. Allerdings weist das Modell zwei nicht unerhebliche Nachteile auf: Zum einen sind der Verfügbarkeit über die angelegte Summe Grenzen gesetzt – monatlich können meist maximal 2.000 Euro abgehoben werden. Zum anderen ist die Verzinsung in den vergangenen Jahren erkennbar gesunken. Während vor rund zwei Jahren Zinsen von bis zu 2,7 Prozent möglich waren, liegt die Rendite bei einigen Banken heute nur noch knapp über der Null-Prozent-Marke. Das für den Nachwuchs angelegte Geld vermehrt sich damit nur noch schleppend.

Ein Tagesgeldkonto bietet eine vergleichsweise höhere Rendite

Das Tagesgeldkonto stellt eine ebenfalls sichere Alternative dar und weist zudem weitere Vorteile auf: Das geparkte Kapital ist täglich in vollem Umfang verfügbar und wird in der Regel deutlich besser verzinst. Aktuell können mit einem Tagesgeldkonto bis zu 1,5 Prozent Zinsen eingefahren werden. Gerade über einen längeren Zeitraum – wie bei Anlagen für Kinder oftmals üblich – zahlt sich ein höherer Zinssatz aus.

Die mit einem Tagesgeldkonto verbundenen Renditemöglichkeiten lassen sich an einem Beispiel illustrieren. Ausgegangen wird dabei von einer Anlage von 3.000 Euro über die Dauer von zehn Jahren. Wenngleich die Zinssätze von Tagesgeldkonten nach oben und unten schwanken können, wird der Einfachheit halber der aktuelle Top-Zinssatz in Höhe von 1,5 Prozent zu Grunde gelegt. Im Ergebnis zeigt sich: Der Betrag würde unter der Berücksichtigung von Zinseszinseffekten auf 3.481,62 Euro anwachsen. Da angenommen werden kann, dass die Niedrigzinsphase innerhalb dieser zehn Jahre ihr Ende finden und die Rendite wieder ansteigen wird, ist zu erwarten, dass der Gewinn unterm Strich sogar noch höher ausfallen würde.

Ein anderes Beispiel: Geht man davon aus, dass eine Summe in Höhe von 100 Euro angelegt wird und monatlich 10 Euro zugezahlt werden, so wäre sie nach zehn Jahren lediglich durch die getätigten Beiträge auf 1.300 Euro angewachsen. Die Zinserträge würden dabei noch hinzukommen.

(bb)

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