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Tagesgeldkonto oder Sparbuch - wer macht das Rennen?

12.12.2013 - 14:00

Die Verzinsung ist gering, die Verfügbarkeit des Geldes eingeschränkt - doch nach wie vor halten viele Anleger in Deutschland an ihrem Sparbuch fest und parken darauf große Teile ihres Kapitals. Dies ist nicht zuletzt deshalb überraschend, weil es eine Alternative gibt, die im Vergleich gleich mehrere Vorzüge bietet: das Tagesgeldkonto. Mit dieser Anlageform können Sparer nicht nur höhere Gewinne erzielen, sondern auch flexibler auf ihr Kapital zugreifen.

Mehr Flexibilität und eine höhere Rendite im Vergleich zum Sparbuch: Ersparnisse sind auf einem Tagesgeldkonto gut aufgehoben.
Die Zahl der Sparbuch-Besitzer in Deutschland ist nach wie vor groß: Im Jahr 2012 besaßen einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse zufolge mehr als 45 Millionen Menschen eines der kleinen Bücher. Was an ihnen besonders geschätzt wird: Das Geld ist darauf sicher aufgehoben. Allerdings ist diese Sicherheit mittlerweile teuer erkauft, denn die mit einem Sparbuch verbundenen Renditemöglichkeiten sind in der Vergangenheit deutlich gesunken. Vor etwa zwei Jahren wurden die Guthaben laut Handelsblatt noch mit bis zu 2,7 Prozent verzinst – heute liegt die Rendite bei einigen Banken nur noch knapp über null Prozent.

Damit müssen sich Sparer nicht zufrieden geben, denn auch Tagesgeldkonten sind sicher – und bieten zugleich höhere Zinsen. Zwar sind die Renditen auch im Tagesgeldbereich gesunken, allerdings können aktuell mit einer Verzinsung in Höhe von bis zu 1,5 Prozent jährlich im Vergleich erkennbar höhere Gewinne eingefahren werden. Zudem werden die Erträge bei vielen Banken vierteljährlich oder gar monatlich ausbezahlt, sodass in besonderem Maße vom Zinseszinseffekt profitiert werden kann. Die Guthabenzinsen auf Sparbücher werden hingegen in der Regel nur jährlich ausgeschüttet – Zinseszinsen machen sich dadurch deutlich weniger bemerkbar.

Der Verfügungsrahmen bei Sparbüchern ist begrenzt

Ein Vorteil, der immer wieder in Zusammenhang mit Sparbüchern angeführt wird, ist die flexible Zugriffsmöglichkeit auf das Guthaben. Was dabei oftmals vergessen wird: Die Verfügbarkeit des Kapitals beschränkt sich meist auf maximal 2.000 Euro pro Monat. Wird mehr Geld abgerufen, müssen bei vielen Geldinstituten Vorschusszinsen in Höhe von 25 Prozent des Guthabenzinses bezahlt werden. Auch durch eine Kündigung kommen Sparer nicht sofort an ihr Geld, da die Frist in der Regel drei Monate beträgt.

Im Vergleich dazu bietet das Tagesgeldkonto deutlich mehr Flexibilität. Hier kann täglich in vollem Umfang über das angelegte Kapital verfügt werden. Zudem besteht zu jeder Zeit die Möglichkeit zur Kündigung des Kontos – eine Frist ist hierbei nicht zu beachten. Vorschusszinsen können dementsprechend nicht anfallen.

Schließlich können mit einem Tagesgeldkonto auch Transaktionen auf ein Referenzkonto vorgenommen werden. Bei den meisten Banken ist dies bequem von zu Hause aus per Online-Banking machbar. Mit einem Sparbuch sind Überweisungen hingegen nicht möglich – es beschränkt sich auf die Sparfunktion.

(bb)

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