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Tagesgeld vs. Girokonto: So sparen die Deutschen

19.03.2015 - 08:00

Mehr als 60 Prozent der Deutschen spart regelmäßig, nur jeder elfte Bundesbürger legt kein Geld zurück. Das geht aus dem Sparerkompass 2015 hervor, den die Bank of Scotland jährlich zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa veröffentlicht. Doch wo legen die Deutschen ihr Geld am liebsten an? Und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf bei der Geldanlage?

Auch wenn Sparen momentan schwer falle, ließen sich die Deutschen in ihrem Sparfleiß dennoch nicht bremsen, sagte etwa Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland. Doch kann man auch falsch sparen? CHECK24 hat es in einer Umfrage herausgefunden.

Umfrage: So legen die Deutschen ihr Geld an

Die Hälfte der Sparer legt laut dem Sparerkompass Summen zwischen 50 und 200 Euro monatlich zurück, rund ein Viertel spart Beträge zwischen 100 und 200 Euro. Über das Jahr verteilt kommen so leicht Summen zwischen 600 und 2.400 Euro zusammen, dieses Geld sollte gut verzinst angelegt sein. Ist es aber nicht immer, wie eine Umfrage des Vergleichsportals CHECK24 nun ergab. Auf unserer Homepage stellten wir Verbrauchern die Frage, welche Beträge sie auf einem Tagesgeldkonto und welche sie auf ihrem Girokonto angelegt hatten. Insgesamt 2.379 Menschen beteiligten sich an der Online-Umfrage - mit überraschenden Ergebnissen. Summen bis zu 5.000 Euro legen die Befragten am liebsten aufs Girokonto – obwohl dieses in der Regel schlecht oder sogar gar nicht verzinst ist. Erst ab Beträgen von über 5.000 Euro wird das Tagesgeldkonto als Geldanlageform bevorzugt.

Das ist viel zu spät! Denn Geld, das auf einem unverzinsten Konto liegt, ist am Ende sogar weniger wert. Grund dafür ist die Inflation: Lässt man einen Betrag von 1.000 Euro beispielsweise zwei Jahre lang auf einem Girokonto liegen, hat das Geld bei einer Inflationsrate von zwei Prozent am Ende nur noch einen Wert von etwa 960 Euro. Mit einem Tagesgeldkonto beugt man dieser Geldentwertung vor, ohne etwas an Flexibilität einzubüßen. Denn auf die Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto können Verbraucher - genau wie auf dem Girokonto - jederzeit zugreifen. Die Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto können allerdings nicht per EC-Karte abgebhoben werden, sondern werden per Überweisung auf das Girokonto transferiert. In der Regel dauert es einen Banktag, bis das Geld dort eingeht.

Die Ersparnisse auf dem Girokonto zu bunkern ist in der Regel die schlechteste Lösung, denn dort verlieren sie an Wert. Wer flexibel bleiben will, sollte sich daher für ein Tagesgeldkonto entscheiden. Dort wird dem Kaufkraftverlust nicht nur Einhalt geboten, zusätzlich lässt sich mit einem Tagesgeldkonto auch eine gute Rendite erwirtschaften. Wie hoch diese Rendite ist, wird monatlich im sogenannten Sparerindex veröffentlicht. Verbraucher sehen hier auf einen Blick welche reale Verzinsung sie mit dem aktuell bestverszinsten Tagesgeldkonto erzielen können.

Infografik: Girokonto vs. Tagesgeld
Quelle: Anonyme Online-Befragung von 2.379 Personen auf www.check24.de
Zwei Fragestellungen: 
Welchen Geldbetrag haben Sie aktuell auf Ihrem Tagesgeldkonto angelegt?
Welchen Geldbetrag haben Sie aktuell auf Ihrem Girkokonto angelegt?           























Tagesgeld: So sparen Sie flexibel und effektiv

Der Grund, weshalb viele Deutsche ihr Geld auf dem Girokonto liegen lassen ist vermutlich Bequemlichkeit. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos scheint mit viel Aufwand und Recherchearbeit verbunden. Auch die Tatsache, dass man auf dem Girokonto jederzeit auf das Geld zugreifen kann, ist für viele Sparer beruhigend. Doch das geht genauso gut auch auf einem Tagesgeldkonto!

Die Suche und Beantragung eines Tagesgeldkontos geht heutzutage ganz schnell. Statt mühsam zahlreiche Angebote einzuholen und diese aufwendig zu vergleichen, übernimmt das heute ein Tagesgeld-Vergleich im Internet. Hier werden die Angebote zahlreicher Banken übersichtlich aufgelistet und in eine Reihenfolge gebracht – das beste Angebot steht ganz oben. Darüber hinaus sind weitere wichtige Faktoren zu den einzelnen Konten aufgelistet wie etwa Informationen zur Einlagensicherung, Mindestanlagebeträge oder Zinsgarantien. Das Konto der Wahl kann dann direkt mit einem Klick auf „weiter“ beantragt werden. Im Anschluss werden nur noch persönliche Angaben wie etwa Name, Adresse und Beruf in das Formular eingetragen - und fertig ist der Antrag. Sparer erhalten alle relevanten Unterlagen per E-Mail, diese müssen sie lediglich ausdrucken, unterschreiben und das Postident-Verfahren durchführen. Manche Banken in Deutschland machen es Kunden sogar noch leichter und bieten das Video-Ident-Verfahren an. Die Kontoeröffnung kann bei diesen Banken komplett vom Sofa aus erfolgen. Banken, die das in Deutschland für die Girokonto- oder Tagesgelderöffnung bereits anbieten sind etwa die ING Diba, SWK-Bank und die Deutsche Kreditbank.

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist also viel unkomplizierter als gedacht. Innerhalb kürztester Zeit können die Ersparnisse dann sicher und gut verzinst verwahrt werden - und der schleichenden Geldentwertung ist so ein Riegel vorgeschoben.

(bm)

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