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Strafzinsen aufs Tagesgeld - viel Lärm um nichts

06.05.2015 - 10:19

Die Panikmache rund um die Strafzinsen für Privatkunden war unnötig: Sie werden weiterhin nur von wenigen Banken erhoben – zur Kasse gebeten werden lediglich Großkunden.

Im vergangenen Herbst führte die Skatbank als erstes Finanzinstitut Deutschlands negative Zinsen aufs Tagesgeld und Girokonto ein. Der mediale Aufschrei war groß. Panikmache wurde betrieben. Objektiv gesehen, gab es jedoch keinen Grund in Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Diese Meinung vertrat die CHECK24-Finanzredaktion damals schon. Wir sollten Recht behalten.
 

Das sind die Fakten zu den Negativzinsen

Verkehrsschild mit Inschrift: Strafzinsen
Viel Lärm um nichts: Bisher verlangen nur sehr wenige Banken Negativzinsen von Privatkunden.
Nachdem die Skatbank, eine kleine Bank mit Sitz in Altenburg (Thüringen), von ihren vermögenden Kunden Zinsen für das Anlegen von Geld verlangte, statt dafür Zinsen zu bezahlen, sahen viele die Apokalypse nahen. Sparer würden sich ab nun in einer für sie unnatürlichen und verrückten Welt befinden, in der alle Naturgesetze aufgehoben sind. Die Befürchtung wurde laut, dass auch größere Banken dem Beispiel der Skatbank folgen könnten. Zunächst schien dies auch möglich, denn sowohl die genossenschaftliche WGZ als auch die Commerzbank verlangten wenig später von Großkonzernen und Profi-Anlegern ebenfalls Strafzinsen. Doch davon abgesehen, blieb alles beim Alten.

Dass der negative Einlagezins in Deutschland kein Problem darstellt, zeigt sich auch daran, dass die Skatbank selbst durch das Erheben von Strafzinsen kaum Kunden verloren hat. „Unsere Kunden haben weniger aufgeregt reagiert als die Medien“, sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Schmidt der F.A.Z. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass die größte Kundengruppe der Skatbank Unternehmen sind, erst dann folgen Privatkunden. Die dritte Gruppe bilden die 1.800 Vereine, für die die Skatbank eine Art verlängerte Vereinskasse darstellt. Betroffen war also von Anfang an nur die zweite Gruppe – und hier auch nicht jeder Privatkunde. Denn um genau zu sein, fällt nur für Großeinlagen mit einem Saldo über 500.000,- Euro ein Negativzins von - 0,25 % p.a. an. Zudem gilt:

Negativzinsen werden ungeachtet der Produktbeschränkungen erst für Gesamteinlagen ab einem Volumen von 3 Mio. Euro pro Kunde für den übersteigenden Betrag erhoben. Betroffene Kunden werden vor einer Berechnung von Negativzinsen durch die Bank informiert, um ihnen eine alternative Disposition zu ermöglichen.

Das zeigt deutlich, dass es sich bei den Strafzinsen niemals um ein Phänomen gehandelt hat, das die breite Masse der Sparer betroffen hätte. Vorstandsvorsitzender Schmidt betont ebenfalls: „Stammkunden waren von den negativen Zinsen nicht betroffen.“
 

Objektivität ist die Lösung: Tagesgeld bringt rentable Zinsen

Was lernen wir daraus? Für die Zukunft kann man aus der medialen Aufbausche des Themas mitnehmen, dass es sich lohnt, bei den Fakten zu bleiben und sich nicht beirren zu lassen.

Fakt ist beispielsweise, dass Tagesgeld damals wie heute zu den beliebtesten Anlageprodukten der Deutschen zählt – und das nicht zu Unrecht! Denn Tagesgeld ist flexibel, sicher und gut verzinst. Ein Tagesgeldkonto sollte man allerdings nur bei der Bank abschließen, die einen möglichst hohen Zinssatz für eine möglichst lange Zeit garantiert. Das ist zu viel Rechenaufwand für Sie? Keine Sorge, die Zahlenakrobatik erledigt unser Tagesgeldrechner für Sie. Füllen Sie einfach die von Ihnen gewünschte Anlagesumme und -dauer in die vorgegeben Felder ein und schon werden Ihnen jene Tagesgeldkonten angezeigt, mit denen Sie am meisten Rendite erwirtschaften können. Letztendlich sind nämlich, Zinssatz, Zinsgarantie und Rendite die Zahlen und Fakten, an die sich Sie halten sollten!

(lsc)

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