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Tagesgeld: Warum es sich lohnt, oft zu wechseln

31.03.2015 - 11:39

Treue wird belohnt - das wird Kunden oftmals eingetrichtert. Das mag in vielen Bereichen gelten, doch beim Tagesgeldkonto ist genau das Gegenteil der Fall: Es lohnt sich, häufig zu wechseln.

Im Bereich Tagesgeld gilt: Der Neukunde ist König – Bestandskunden hingegen werden oft mit niedrigeren Zinsen abgespeist. Wer das weiß, kann entsprechend handeln und sich so immer die besten Konditionen sichern.

So umwerben Banken Tagesgeld-Neukunden

Sparschweine
Es gibt zahlreiche gute Tagesgeldangebote für Neukunden. Mit ein paar einfachen Tricks kann jeder davon profitieren.
Neukunden sind für Banken aus verschiedenen Gründen interessant: Einerseits erweitern die Geldinstitute so ihren Kundenstamm. Andererseits ist die Abschlussbereitschaft für weitere Finanzprodukte bei Neukunden im ersten Jahr dreimal höher als zu einem späteren Zeitpunkt, erklärt etwa Oliver Mihm, Chef der Unternehmensberatung Investors Marketing. Das ist sicherlich der Hauptgrund, weshalb Neukunden mit besonders guten Angeboten gelockt werden. Beim Tagesgeld sind das hohe Zinsen oder sehr lange Zinsgarantien. Spitzenreiter in punc­to Zinsen ist aktuell die wüstenrot direct mit einem Zinssatz von 1,25 Prozent. Ganz oben im Vergleich steht dennoch die Consorsbank, obwohl sie nur einen Zinssatz von 1,1 Prozent bietet. Dafür gewährt diese Direktbank ihren Kunden eine Zinsgarantie von zwölf Monaten, viele sind für diese Sicherheit bereit, auf ein paar Prozentpunkte zu verzichten.

Deutlich düsterer sieht es momentan bei den Bestandskunden aus. Bei der wüstenrot direct erhalten Bestandskunden derzeit 0,25 Prozent, bei der Consorsbank 0,5 Prozent. Im Schnitt wurden die Tagesgeldkonten der Deutschen im Februar 2015 mit einem Zinssatz von 0,24 Prozent verzinst. Das geht aus der monatlich veröffentlichten Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank hervor. Dadurch wird deutlich: Es lohnt sich, Neukunde zu sein. Mit ein paar einfachen Tricks ist das auch gar nicht schwer.

So bleiben Sie immer Neukunde

Banken spekulieren oft auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden. Einmal eröffnet, sollen die Einlagen jahrelang auf dem gleichen Tagesgeldkonto liegen bleiben. Die Bank muss Bestandskunden keine besonders hohen Zinssätze zahlen und kann gleichzeitig mit dem Geld wirtschaften. Das ist praktisch für das Geldinstitut, aber wenig lukrativ für den Kunden. Der Weg vom Neukunden zum Bestandskunden ist oft unauffällig: Die Bank passt nach einer gewissen Zeit den Anfangszinssatz nach unten an, das bleibt vom Kunden oft sogar unbemerkt. Wer sich nicht sicher ist, welchen Zinssatz er aktuell aufs Tagesgeld erhält: Auf den Kontoauszügen – egal ob digital oder in Papierform – sehen Verbraucher ihren aktuellen Guthabenzins schwarz auf weiß.

Bei einem Konto mit Zinsgarantie ist der Eröffnungszinssatz zumindest für die Dauer der Garantie sicher. Hat man jedoch ein Konto ohne Zinsgarantie abgeschlossen, kann die Bank den Tagesgeldzins jederzeit senken. Verbraucher sollten also von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob sie noch den besten Tagesgeldzins erhalten. Ist das nicht mehr der Fall, heißt es: Tagesgeldkonto wechseln und besten Zinssatz sichern! Dafür sind nur wenige Schritte notwendig: Bestes Tagesgeldkonto finden, altes Tagesgeldkonto kündigen und den Markt weiterhin im Überblick behalten.

Während man früher noch umständlich die Angebote bei einzelnen Banken einholen musste, ist die Suche nach dem bestverzinsten Tagesgeldkonto heute deutlich einfacher. Das Handwerkszeug auf dem Weg zum ewigen Neukunden ist ein Tagesgeld-Vergleich und der Sparerindex. Der Tagesgeld-Vergleich listet eine Vielzahl der aktuell besten Angebote auf dem Markt transparent auf, der Sparerindex zeigt auf einen Blick, in welcher Höhe das bestverzinste Tagesgeldkonto die Inflationsrate in Deutschland übersteigt. Statt lange zu recherchieren und zu rechnen, haben Kunden so alle relevanten Informationen in Sekundenschnelle verfügbar.

Die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto lohnt sich, sofern der Tagesgeldzins die Inflation übersteigt. Wie die Untersuchung des Sparerindex zeigt, lässt sich mit dem bestverzinsten Tagesgeldkonto die Inflation dauerhaft schlagen: Der Tagesgeldzins lag lediglich in zwei von insgesamt 45 untersuchten Monaten unter der Inflationsrate.
Hat man das bestverzinste Tagesgeldkonto gefunden, kann man sich für die Dauer der Zinsgarantie entspannt zurücklehnen. Doch wer ewiger Neukunde bleiben will, für den beginnt die Jagd nach dem besten Tagesgeldzins am Ende der Zinsgarantie wieder von vorne.

Übrigens: Ihr altes Tagesgeldkonto sollten Sie kündigen, denn früher oder später gelten Sie dann bei dieser Bank wieder als Neukunde. Bei der Consorsbank beispielsweise reicht es aus, sechs Monate lang kein Kunde gewesen zu sein. So ist sichergestellt, dass Sie bald wieder von lukrativen Neukundenangeboten profitieren können.

(bm)

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