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Studie: Tagesgeld im Jahr 2015 so lukrativ wie nie

29.07.2015 - 07:30

Die Tagesgeldanlage war im Jahr 2015 trotz Niedrigzinsphase so lukrativ wie nie. Sie glauben, das kann nicht sein? Eine aktuelle Studie des Vergleichsportals CHECK24 kommt zu genau diesem Ergebnis.

Die Studie des Vergleichsportals untersucht die Tagesgeldzinsen seit Juni 2011 – insgesamt also über einen Zeitraum von über vier Jahren. Die Ergebnisse sind überraschend, denn die Daten zeigen eindeutig, dass es im gesamten Untersuchungszeitraum nie lukrativer war, sein Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen, als im Jahr 2015 – trotz Niedrigzinsphase.

Tagesgeldrendite im ersten Halbjahr 2015 im Schnitt 66 Prozent höher als 2014

Die Studie erhebt monatsgenau die besten Tagesgeldzinsen, die über CHECK24 erhältlich waren, und vergleicht diese mit der entsprechenden Inflationsrate in Deutschland. Die Differenz aus beiden Werten entspricht dem realen Ertrag, den Sparer mit der besten Tagesgeldanlage im jeweiligen Monat erzielen konnten. Als Beispiel: Zu Beginn der Studie – im Juni 2011 – lag der beste Tagesgeldzins bei einem Wert von 2,4 Prozent. Die Inflationsrate in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt allerdings mit 2,1 Prozent ebenfalls relativ hoch. Der reale Ertrag, den Tagesgeldkunden damals maximal erwirtschafteten lag demnach bei 0,3 Prozent.

Die Differenz aus höchstem Tagesgeldzins und Inflationsrate wurde im Rahmen der Studie für jeden Monat seit Juni 2011 kalkuliert. Berechnet man den jeweiligen Jahresdurchschnitt für die Jahre 2011 bis 2015, ergibt sich folgendes Bild. Tagesgeld bringt demnach aktuell 66 Prozent mehr reale Rendite als 2014.

Jahr Realer Ertrag Ø
(Tagesgeld-Bestzins abzüglich Inflation)
Höchster Tagesgeldzins Ø (CHECK24) Tagesgeldzins Deutschland Ø
2015 0,93% 1,22% 0,22%
2014 0,56% 1,45% 0,32%
2013 0,18% 1,67% 0,45%
2012 0,48% 2,50% 0,73%
2011 0,41% 2,61% 0,52%

Im Durchschnitt lag der reale Ertrag demnach im Jahr 2011 bei 0,41 Prozent, im Jahr 2012 bei 0,48 Prozent, im Jahr 2013 bei 0,18 Prozent, 2014 bei 0,56 und in den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 im Schnitt bei 0,93 Prozent. Während des gesamten Untersuchungszeitraums der Studie war es demnach nie lukrativer, sein Geld auf einem Tagesgeldkonto zu legen, als momentan. Im Jahr 2013 hingegen war der reale Ertrag für Sparer am niedrigsten. Grund dafür waren nicht nur die im Vergleich zu den Vorjahren sinkenden Tagesgeldzinsen, sondern auch die starke Geldentwertung durch eine relativ hohe Inflationsrate.

Die Differenz aus bestem Tagesgeldzins und Inflationsrate wird in der folgenden Grafik als Sparerindex dargestellt. Je höher der Graph, desto mehr lohnt sich die Geldanlage in Tagesgeld. Die Graphik beginnt im Juni 2011 und endet im Juni 2015.
 

Der bisherige Spitzenwert des Sparerindex lag im Januar 2015: Der Index kletterte damals auf 1,6 Prozent. Doch auch im Juni 2015 lohnte sich die Tagesgeldanlage noch deutlich mehr als vor vier Jahren. Die Studie zeigt: Sparer sollten bei der Geldanlage immer die Inflation mit einkalkulieren. Auf den ersten Blick lockt ein Tagesgeldzins von 2,7 Prozent natürlich deutlich mehr als der aktuelle Spitzenwert von 1,11 Prozent. Doch sollte man die Rechnung nie ohne die Inflationsrate machen. Die Studie deckt außerdem auf: Wer noch vor vier Jahren ein Tagesgeldkonto für eine sinnvolle Geldanlage hielt, kann diese Anlageform auch heute noch nutzen, denn unterm Strich ist der reale Ertrag heute sogar deutlich höher als früher.

Im Schnitt 1,38 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt

Die besten Tagesgeldzinsen auf CHECK24 lagen im Schnitt im Zeitraum der Untersuchung 1,38 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Tagesgeldzins, den Sparer in Deutschland erhielten. Dieser wird monatlich von der Deutschen Bundesbank unter dem Punkt „täglich fällige Einlagen von Privathaushalten“ veröffentlicht. Der Vergleich der Werte von CHECK24 mit dem Bundesdurchschnitt zeigt, dass es sich durchaus lohnt, Tagesgeldkonten zu vergleichen und häufiger zu wechseln. Denn nur so können Sparer sichergehen, dass sie immer das beste Tagesgeldangebot nutzen. In der Regel gibt es die besten Tagesgeld-Angebote für Neukunden. Nach einiger Zeit gilt man dann als Bestandskunde, was bedeutet, dass die Banken die Zinsen absenken. Dann heißt es: Neu vergleichen und gegebenenfalls Konto wechseln. Wie die Studie zeigt, lohnt sich die Mühe, denn wer sich immer den besten Zinssatz sichert, erhält 1,38 Prozentpunkte höhere Zinsen als der Durschnittsparer in Deutschland.

(bm)

 

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