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Tagesgeld: Direktbanken bieten die besten Konditionen

22.07.2014 - 08:00

In ihrer Zeitschrift Finanztest hat die Stiftung Warentest 22 Tagesgeldanbieter unter die Lupe genommen. Bei allen getesteten Instituten handelte es sich um Direktbanken. Mit dem Ergebnis zeigten sich die Tester so zufrieden, dass sie Verbrauchern Onlinebanken ohne Einschränkungen empfiehlt.

Da freut sich das Sparschwein: Direktbanken bieten hohe Zinsen!
Die Zinsen aufs Tagesgeld scheinen immer weiter zu sinken. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Juni auf ein historisches Tief von 0,15 Prozent gesenkt hatte, purzelten die ohnehin bereits niedrigen Tagesgeldzinsen noch weiter. Ein Ende der Niedrigzinsphase ist derzeit leider noch nicht in Sicht.

Trotzdem ist es nach wie vor möglich, mit Tagesgeld zumindest die Inflation auszugleichen und eine kleine Rendite zu erzielen. Die aktuellen Top-Zinsen von bis zu 1,4 Prozent jährlich werden allerdings ausschließlich von Direktbanken angeboten – denen einige Verbraucher noch immer nicht so recht über den Weg trauen.

In ihrem jüngst veröffentlichten Test macht die Stiftung Warentest jedoch noch einmal deutlich, dass die Vorbehalte gegenüber Onlinebanken völlig unbegründet sind: Von 22 Instituten schnitten eine Direktbank sehr gut, zwölf gut und fünf befriedigend ab. Mit ausreichend wurden lediglich vier Institute bewertet.

Die Tester eröffneten für die Erhebung Tagesgeldkonten bei denjenigen Onlinebanken, die zum Zeitpunkt der Untersuchung die höchsten Zinsen für Neu- und Bestandskunden anboten. In das Endergebnis flossen die Kriterien Kontoeröffnung (25 Prozent), Kontoführung (35 Prozent), Haftung (15 Prozent) und Sicherheit (25 Prozent) ein.

Die ING-DiBa sichert sich den Gesamtsieg

Als Gesamtsieger ging die ING-DiBa mit der Note sehr gut (1,2) hervor – obwohl sie am Stichtag (1. Juli 2014) lediglich 0,8 Prozent jährliche Zinsen für Bestandskunden und 1,25 Prozent für Neukunden bot. Dafür konnte sich die Direktbank in allen anderen Bereichen (Sicherheit, Kontoeröffnung etc.) von der Konkurrenz abheben.

Mit der Note 1,8 folgte die Rabo Direct auf Platz zwei. Die Volkswagen Bank und die MoneYou teilten sich mit jeweils 2,1 den dritten Platz. Mängel bei den Haftungsregeln konnten die Tester bei der Advanzia Bank, der Amsterdam Trade Bank, der Denizbank und der Garantibank feststellen – die vier Institute wurden deshalb lediglich mit ausreichend benotet.

Die Einlagensicherung ist auch bei Onlinebanken gewährleistet

Besonders positiv bewertete die Stiftung Warentest, dass Sicherheit bei den Direktbanken großgeschrieben wird: Bei allen Banken im Test (sowohl deutsche als auch ausländische) sind Spareinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Person garantiert abgesichert. Damit folgen alle Institute den gesetzlichen Vorschriften der Europäischen Union.

Viele Tagesgeldbanken sichern Kundengelder in größerer Höhe zudem freiwillig ab – zum Beispiel über eine Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Diese zusätzlichen Sicherungen brachten den jeweiligen Direktbanken im Test einige Extrapunkte ein.

Das aktuellen Top-Anbieter im Tagesgeld Vergleich

BankZinssatzNeu- oder Bestandskunden
Volkswagen Bank1,40% p.a.Neukunden (4 Monate Zinsgarantie)
Audi Bank1,40% p.a.Neukunden (4 Monate Zinsgarantie)
Südtiroler Sparkasse1,30% p.a.Neukunden (6 Monate Zinsgarantie)
1822direkt1,30% p.a.Neukunden (Zinsgarantie bis 01.11.2014)
Cortal Consors1,20% p.a.Neukunden (12 Monate Zinsgarantie)
Bank of Scotland1,10% p.a.Neu- und Bestandskunden
Rabo Direct1,10% p.a.Neu- und Bestandskunden

Fazit: In Zeiten niedriger Zinsen lohnen sich Direktbanken

Die Sicherheitsstandards sowie die Zuverlässigkeit der Direktbanken können mit denen der Filialbanken auf jeden Fall mithalten. Sparer können sich deshalb ohne Vorbehalte die höchsten Zinsen und besten Konditionen im Tagesgeld Vergleich sichern. Denn nur wenn der Zinssatz zumindest die Inflation ausgleicht, bleiben Sparer auch langfristig vor einer schleichenden Entwertung ihrer Ersparnisse verschont.

(fr)

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