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Steuern beim Tagesgeld

15.05.2014 - 18:00

Der Countdown läuft: Knapp zwei Wochen haben Steuerpflichtige noch Zeit, ihre Einkommenssteuererklärung abzugeben. Stichtag ist der 31. Mai - eigentlich. Da das Datum auf einen Samstag fällt, verlängert sich die Frist in diesem Jahr bis zum Montag, den 2. Juni. Auch Kapitalerträge sind steuerpflichtig - dazu gehören beispielsweise Zinserträge auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Doch Sparer können die Versteuerung bis zu einer gewissen Höhe umgehen. Wann sich das lohnt und was Geringverdiener beachten sollten.

Im Jahr 2009 wurde in Deutschland die Abgeltungssteuer eingeführt - aktuell steht sie wieder zur Debatte: SPD und Union erwägen derzeit eine Abschaffung dieser Steuer. Noch wird die Abgeltungssteuer aber für Zinserträge, Dividenden und Kursgewinne fällig. Kapitalerträge werden mit einem Steuersatz in Höhe von 25 Prozent belastet - hierauf  wird zuzüglich ein Solidaritätszuschlags und gegebenenfalls die Kirchensteuer fällig. Insgesamt wird somit ein Zinssatz von 26,38 Prozent oder mehr verrechnet. Die kontoführende Bank führt diesen Betrag direkt an das zuständige Finanzamt ab -  ohne, dass der Kunde etwas dafür tun muss. Doch unter bestimmten Umständen kommen Steuerpflichtige um diese Abgabe herum.

Wann ein Freistellungsauftrag Sinn macht

Stichtag für die Abgabe der Steuer- erklärung ist in diesem Jahr der 2. Juni!
Die Sparerfreibeträge bei Kapitalerträgen betragen für Alleinstehende 801 Euro pro Person, für Verheiratete bei 1.602 Euro. Um diese geltend zu machen, muss ein sogenannter Freistellungsauftrag eingerichtet werden. Die Bank behält die Steuer dann nicht ein, Kapitalerträge bis zu dieser Höhe sind demnach steuerfrei. Haben Sparer mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken, müssen die Freistellungsaufträge einzeln an jede dieser Banken gestellt werden. Die Tagesgeld-Banken erleichtern dies dem Kunden, indem sie in ihren Filialen und auf ihren Homepages vorgefertigte Formulare anbieten.

Zudem ist es möglich, bereits bezahlte Steuern für das laufende Jahr zurückzuholen, indem ein Freistellungsauftrag erstellt wird. Sparer sollten darauf achten, die Fristen einzuhalten. Bei vielen Geldinstituten muss der Freistellungsauftrag am letzten Bankarbeitstag des Jahres eingehen. Da diese Fristen von Bank zu Bank unterschiedlich geregelt sind, sollten sich Sparer im Vorfeld informieren welches der spätesteste Termin bei ihrem Kreditinstitut sind. Hat man die Frist verpasst, können die bereits gezahlten Steuern in der Regel auch über die Einkommenssteuererklärung zurückgeholt werden.

Tipp: Wer die Steuererklärung mit Hilfe eines Steuerberaters oder eines Lohnsteuerhilfevereins erstellt, für den verlängert sich die Abgabefrist sogar bis zum 31. Dezember.

Was Geringverdiener beachten sollten

Die Top 3 der Tagesgeld-Konten

Cortal Consors1,20% (12 Monate Zinsgarantie)
Volkswagen Bank 1,40% (4 Monate Zinsgarantie)
Audi Bank 1,40% (4 Monate Zinsgarantie)
 zum Tagesgeld-Vergleich

Geringverdiener wie etwa Studenten oder Teilzeit- angestellte, können sich von der Steuer auf Kapitalerträge befreien lassen. Denn die ersten 8.354 Euro an Einkünften sind in Deutschland steuerfrei. Liegen alle Einkünfte inklusive die den Sparerpauschbetrag übersteigenden Kapitalerträge unterhalb dieser Grenze, muss keine Steuer bezahlt werden.

Voraussetzung dafür ist die Beantragung einer sogenannten Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt und die Vorlage dieses Dokuments bei dem kontoführenden Kreditinstitut. Dies lohnt sich für Geringverdiener deren Kapitalerträge den Sparer-Freibetrag von 801 Euro pro Person überschreiten. Dank der Nichtveranlagungsbescheinigung behält die Bank die Steuern dann nicht ein, Kapitalerträge sind für Geringverdiener somit steuerfrei - bis die Einkünfte inklusive der Kapitalerträge die Grenze von 8.354 Euro erreicht haben.

(bm)

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