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Tagesgeld: So können Sie den Sparerindex für sich nutzen

25.03.2015 - 13:55

Wenn Sie wissen wollen, ob sich ein Tagesgeldkonto aktuell lohnt, sollten Sie einen Blick auf den Sparerindex werfen. Was dieser Index aussagt und wie Sie ihn für sich nutzen können, erfahren Sie hier.

Finanzthemen sind für viele Bundesbürger oft wenig spannend. Doch wenn es um die eigenen Ersparnisse geht, kommt man nicht umhin, sich mit der passenden Geldanlage zu beschäftigen. Schließlich möchte man sein Geld gut angelegt wissen. Statt mühsam verschiedene Angebote von Banken einzuholen und diese umständlich zu vergleichen, muss man in Zeiten des Internets eigentlich nur wissen, wo man die gesuchten Informationen im Netz finden kann.

Der Sparerindex etwa hilft zu beurteilen, ob und wann es sich lohnt, sein Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Der Index zeigt das Verhältnis des bestverzinsten Tagesgeldkontos zur Inflationsrate – und das monatsgenau. Sparer sehen so auf einen Blick, wie hoch der reale Ertrag ist, den sie mit einem Tagesgeldkonto erzielen können.

Warum sich ein Blick auf den Sparerindex lohnt

Der Sparerindex im Zeitverlauf
Der Sparerindex im Zeitverlauf
Die Geldanlageform Tagesgeld verliert aktuell erstmals seit 2010 an Beliebtheit. Das ergab eine Studie von Union Investment, die am Montag veröffentlicht wurde. 31 Prozent der Befragten hält demnach Investmentfonds für eine gute Geldanlage, nur 29 Prozent findet Tagesgeld lukrativ. Noch im dritten Quartal 2014 beurteilten 43 Prozent das Tagesgeldkonto als lohnenswerte Anlagemöglichkeit. Die Mehrzahl der Deutschen zweifelt demnach daran, ob sich zinsbasierte Geldanlagen in der aktuellen Niedrigzinsphase überhaupt noch lohnen.
Dass diese Zweifel nur eine subjektive Wahrnehmung sind und die Realität nicht immer widerspiegeln, wird mit einem Blick auf den Sparerindex deutlich: Im Januar 2015 lag der Realzins auf dem bisherigen Spitzenwert von 1,6 Prozent. Das bedeutet, dass Sparer Anfang dieses Jahres einen Tagesgeldzins erhielten, der 1,6 Prozentpunkte über der Inflationsrate in Deutschland lag. Seit Beginn der Sparerindex-Untersuchung im Jahr 2011 war es demnach nie attraktiver, ein Tagesgeldkonto abzuschließen. Dieses Beispiel zeigt: Statt sich von Durchschnittszinssätzen und Panikmache in den Medien in die Irre führen zu lassen, rentiert sich ein Blick auf den Sparerindex. Ist die Differenz aus bestem Tagesgeldzins und Inflationsrate positiv, lohnt sich die Anlage. Denn Verbraucher erwirtschaften dann eine reale Rendite. Liegt der beste Tagesgeldzins hingegen unter der Teuerungsrate, wird das Ersparte von der Inflation regelrecht aufgefressen. Wie die Erhebung des Sparerindex zeigt, war dies bislang lediglich in zwei von insgesamt 45 untersuchten Monaten der Fall.

Diese drei Gründe sprechen für ein Tagesgeldkonto

Manche Verbraucher legen bei der Geldanlage vor allem Wert auf Sicherheit, andere achten auf die Rendite. Einig sind sich die meisten jedoch darüber, dass ein Teil der Ersparnisse jederzeit zugänglich sein sollte. Etwa die Hälfte der Befragten möchte der Umfrage von Union Investment zufolg jederzeit auf mehr als 20 Prozent des Vermögens zugreifen können. Die Flexibilität ist also einer der Gründe, die für ein Tagesgeldkonto sprechen. Die Ersparnisse können von einem Tagesgeldkonto jederzeit und in voller Höhe abgezogen werden. Bei einem online-geführten Konto sind dafür nur wenige Klicks nötig. In der Regel ist das Geld innerhalb eines Bankarbeitstages auf dem Girokonto des Kunden.

Ein weiterer Grund, der für das Tagesgeld spricht, ist die Sicherheit. Die Einlagen sind in der Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und Bank über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Das gilt sowohl für deutsche Geldinstitute als auch für Banken, die ihren Sitz innerhalb der Europäischen Union haben, denn hier greift die Europäische Einlagensicherung. Zahlreiche deutsche Banken sichern die Ersparnisse ihrer Kunden darüber hinaus zusätzlich über die freiwillige Einlagensicherung. Ganz anders sieht es etwa bei sehr ertragsreichen Geldanlageformen wie etwa Aktien oder Investmentfonds aus. Diese Produkte unterliegen Schwankungen und die Ersparnisse können jederzeit verloren gehen.

Der dritte Grund ist die gute Rendite des Tagesgeldkontos. Das gilt allerdings nur mit Einschränkungen, denn Verbraucher müssen hierfür selbst aktiv werden. Im Durchschnitt lag der Tagesgeldzins in Deutschland im Januar 2015 bei 0,25 Prozent. Das geht aus der Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank hervor, den diese monatliche veröffentlicht. Der höchste Tagesgeldzins, den Verbraucher in Deutschland über CHECK24 abschließen konnten, lag im Januar 2015 hingegen bei 1,3 Prozent und damit mehr als fünfmal höher als der Bundesdurchschnitt. Welches das aktuell bestverzinste Tagesgeldkonto ist, lässt sich innerhalb weniger Augenblicke über einen Tagesgeld-Vergleich herausfinden. Die höchsten Tagesgeld-Zinssätze gelten nur für Neukunden und in der Regel auch nur für einen bestimmten Zeitraum. Daher lohnt es sich, im Abstand von einigen Monaten oder am Ende der Zinsgarantie die Tagesgeld-Angebote auf dem Markt erneut zu prüfen und gegebenenfalls das Tagesgeldkonto zu wechseln.
 

(bm)

 

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