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Sparen für den Sommerurlaub - so funktioniert´s

02.07.2015 - 13:57

Jeder fünfte Deutsche kann sich keinen Urlaub leisten. Doch ab und zu braucht man einfach eine kleine Auszeit. Wie Sie trotz kleinem Geldbeutel zum Urlaubsglück kommen.

Sparschwein am Strand
Endlich genug Geld für die Urlaubskasse - so funktioniert´s

Eine Studie eines niederländisch-deutschen Forscher-Teams ergab, dass Urlaub die Lebenszufriedenheit steigert und gleichzeitig gesundheitliche Beschwerden reduzieren kann. „Die Pause kann helfen, sich psychologisch von der Arbeit und anderen Alltagsroutinen und Aufgaben abzulösen“, erklärte die Psychologin Jessica de Bloom gegenüber dem Spiegel. Zugleich biete die freie Zeit eine hervorragende Möglichkeit, um ausgiebig persönlichen Interessen nachzugehen oder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Für die meisten ist das wohl kaum eine Überraschung. Man braucht keine wissenschaftliche Studie, um sich sicher zu sein, dass Urlaub positiv ist und den Akku wieder auflädt. Doch was tun, wenn die Urlaubskasse leer ist?
 

So sparen Sie richtig – auch bei kleinem Budget

Rund 22 Prozent der Deutschen verzichtet aus finanziellen Gründen auf eine Urlaubsreise. Das ergab eine im Jahr 2014 durchgeführte Studie des Statistischen Bundesamtes. Diese Zahlen basieren auf einer Selbsteinschätzung der Befragten. Mit dem richtigen Sparplan schafft es jedoch der ein oder andere doch noch, die Reise in die Ferne anzutreten.

Viele der Tipps erfordern einiges an Selbstdisziplin und sind nicht unbedingt bequem. Wenn der Lohn dafür der langersehnte Urlaub ist, ist das ein lohnendes Ziel, das den nötigen Motivationsschub liefert.

1 | Haushaltsplan

Das A und O ist ein Haushaltsplan. Hier werden alle Einnahmen und Ausgaben eines Monats akribisch aufgelistet. Das hat den Vorteil, dass einerseits auf einen Blick klar wird, wie viel Geld monatlich zur Seite gelegt werden kann. Andererseits deckt ein Haushaltsplan auch Sparpotential auf: Stellen Sie beispielsweise fest, dass Sie für den täglichen Kaffee auf dem Weg in die Arbeit im Monat - 2,50 Euro à 20 Arbeitstage - also 50 Euro ausgeben, macht das nachdenklich. Das führt zu Schritt zwei.

2 | Im Alltag sparen

Ihr Haushaltsplan wird Ihnen zeigen, wo Sie einsparen können. Der tägliche Kaffee auf dem Weg in die Arbeit ist nur ein Beispiel. Sie können im Alltag beispielsweise auch sparen, wenn Sie Ihr Mittagessen nicht in der Kantine kaufen, sondern selbst vorkochen. Beim Discounter shoppen und Sonderangebote zu nutzen, bringt eine größere Ersparnis, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Überlegen Sie sich, auf welche Bequemlichkeiten Sie verzichten können und rechnen Sie durch, wie viel Geld das spart.

3 | Sparkonto einrichten

Wer Geld sparen will, braucht ein Sparkonto. Liegen Ihre Ersparnisse achtlos auf dem Girokonto, machen Sie etwas falsch. Das hat zwei Gründe: Einerseits fällt es vielen Menschen leichter, auf einem extra Konto zu sparen als auf dem Konto des täglichen Zahlungsverkehrs. Denn zu verlockend ist es oft, doch noch weiter einzukaufen, auch wenn das Sparziel so nicht erreicht werden kann. Im Idealfall richtet man einen Dauerauftrag ein. Der monatlich entbehrliche Betrag verschwindet so automatisch auf das Sparkonto und ist dort erstmal sicher.
Grund Nummer Zwei für ein Sparkonto ist die Verzinsung. Während auf dem Girokonto keine oder kaum Zinsen verrechnet werden, bieten Tagesgeldkonten eine Verzinsung, die nicht nur die Inflation ausgleicht, sondern darüber hinaus auch noch einen Gewinn bringen. Achten Sie beim Abschluss eines Tagesgeldkontos darauf, dass die Kontoführung kostenlos ist und der Zinssatz möglichst hoch. Außerdem sollten Sie auch die Dauer der Zinsgarantie beachten. Hier gilt: Je länger, desto besser.
Bietet ein anderes Tagesgeldkonto einmal einen höheren Zinssatz können Sie problemlos wechseln. Das Geld kann von einem Tagesgeldkonto jederzeit abgezogen werden - ganz ohne Kündigungsfrist.

4 | Unnötige Kosten reduzieren

Unnötige Kosten sind meist solche, die einem gar nicht bewusst sind. Dazu zählen – gerade im Urlaub – beispielsweise auch Gebühren für den Bezug von Bargeld am Automaten oder die Bezahlung per Karte. Dann heißt es: Kreditkarten vergleichen, neue kostenlose Karte abschließen und Kosten sparen.
Manchmal verstecken sich die unnötigen Kosten aber auch in einem viel zu teuren Handyvertrag, dessen Leistungen nicht genutzt werden oder dem Abo einer Zeitschrift, die eigentlich jeden Monat im Papierkorb landet. Gerade die monatlichen Fixkosten sollten hinterfragt werden. Ein Vergleich verschiedener Angebot fördert in der Regel immer einen günstigeren Anbieter zutage. Wenn nicht, kann man sich in diesem Punkt zumindest sicher sein, dass man das beste Angebot erwischt hat.

5 | Nebenjob suchen

Wenn alles nichts mehr hilft und man noch ein wenig Zeit übrig hat, kann es auch sinnvoll sein, einen Nebenjob anzunehmen. Das ist natürlich eine Doppelbelastung, gerade für all jene, die ohnehin schon hauptberuflich ganztags arbeiten. Ein 450-Euro-Job, den man ein, zwei oder drei Monate lang durchhält, finanziert aber problemlos die nächste Urlaubsreise. Dann heißt es Zähne zusammenbeißen und durch.

 

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