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SEPA und Tagesgeld: Was ändert sich für Verbraucher? (Teil 4)

11.10.2013 - 12:06

Der Countdown läuft! In wenigen Monaten wird die nationale Kontonummer abgeschafft und durch die internationale IBAN (International Bank Account Number) ersetzt. Ab Februar 2014 sind Bankkunden somit verpflichtet, auch für Überweisungen innerhalb Deutschlands ihre IBAN anzugeben. Viele Verbraucher stehen nun vor der Frage, ob auch das Tagesgeld von der Umstellung betroffen ist und ob dementsprechend Maßnahmen getroffen werden müssen.

Teile der Artikelreihe:

  1. Was ist SEPA?
  2. SEPA-Umstellung beim Girokonto: Was sollten Bankkunden beachten?
  3. Welche Folgen hat die SEPA für Kreditnehmer?
  4. SEPA und Tagesgeld: Was ändert sich für Verbraucher?
  5. Auswirkungen der SEPA für Kreditkartenbesitzer
  6. Beeinflusst die SEPA-Umstellung auch Festgeldanlagen?
Die gute Nachricht zuerst: Was bestehende Tagesgeldkonten betrifft, können sich Anleger entspannt zurücklehnen. Zwar wird das aktuelle Referenzkonto – also das Girokonto, das für Ein- und Auszahlungen benötigt wird – zukünftig mit BIC und IBAN angezeigt. Die Umstellung übernehmen jedoch die Banken, sodass Kunden keinerlei Änderungen vornehmen müssen.

IBAN und BIC können von den Banken eigenständig recherchiert werden

Die IBAN für deutsche Bankkonten umfasst 22 Stellen, zu denen eine Länderkennung (beispielsweise DE für Deutschland), eine Prüfziffer, die bisherige Bankleitzahl und die bisherige nationale Kontonummer gehören. Da der Aufbau deutschlandweit standardisiert ist, können Tagesgeldbanken die IBAN des Kunden eigenständig errechnen und die Änderung dementsprechend durchführen. Genauso verhält es sich bei der internationalen Bankleitzahl BIC (Bank Identifier Code), die noch bis Ende 2016 für europaweite und danach nur noch für außereuropäische Überweisungen angegeben werden muss.

Bei Neueröffnung eines Tagesgeldkontos werden internationale Kontodaten benötigt

SEPA soll europaweite Zahlungs- vorgänge vereinfachen.
Die meisten Tagesgeldbanken haben ihre Kunden bereits über die anstehende SEPA-Umstellung unterrichtet und ihnen mitgeteilt, dass von ihrer Seite keinerlei Maßnahmen getroffen werden müssen. Anders verhält es sich allerdings bei der Eröffnung eines neuen Tagesgeldkontos. Hier müssen Kunden ab dem 1. Februar des kommenden Jahres bereits IBAN und BIC anstelle der nationalen Kontodaten angeben. Diese können sie in den meisten Fällen ihren Kontoauszügen entnehmen oder auf der Rückseite ihrer Girocard ablesen.

Trotz der Umstellung auf das SEPA-Verfahren benötigen Tagesgeld-Kunden auch weiterhin ein deutsches Girokonto, das als Referenzkonto angegeben wird. Beim Tagesgeld ist somit auch weiterhin kein Auslandszahlungsverkehr möglich. Im Zuge der Umstellungen kann es immer wieder vorkommen, dass einige Funktionen im Onlinebanking-Bereich – wie beispielsweise die Referenzkontoänderung – für gewisse Zeiträume nicht verfügbar sind. Darüber werden die Kunden von ihren Tagesgeldbanken jedoch rechtzeitig informiert.

Lesen Sie nächste Woche im fünften Teil der Artikelreihe, wie sich die SEPA-Umstellung für Kreditkartenbesitzer auswirkt.

(fr)

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