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Rendite mit Tagesgeld trotz Niedrigzinsphase

30.11.2014 - 12:00

„So zocken Banken Sparer ab!“  - Das ist der Titel eines Bild-Artikels vom 22. November. Darin schildert die Zeitung nach Eigenaussage „warum man als Sparer der Dumme ist“. Es wird unter anderem auf Mini- und Straf-Zinsen eingegangen. Nach der Lektüre fragen sich wohl einige Leser, ob sie ihr Sparbuch kündigen und das Geld stattdessen unter ihrem Bett horten sollen. Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Nein. Wie Sie Ihr Erspartes trotz niedriger Zinsen gewinnbringend und vor allem sicher anlegen können, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Im Moment wird medial viel über Negativzinsen und die Frage, ob sich das Sparen überhaupt noch lohnt, diskutiert. Dabei werden häufig Zahlen angeführt. Im oben genannten Artikel der Bild beispielsweise wird geschrieben, dass auf Tages- und Festgeld im Schnitt nur noch 0,5 Prozent Zinsen im Jahr ausgezahlt werden. Welcher Quelle diese Zahl entnommen wurde, wird nicht genannt. De facto kann man jedoch als Neukunde deutlich höhere Tagesgeldzinsen abschließen.

Tagesgeldzinsen über der Inflationsrate

Mit dem richtigen Tagesgeldkonto zu sparen, ist trotz Niedrigzinsphase sinnvoll, rentabel und sicher.
Die Inflationsrate in Deutschland betrug im November 0,6 Prozent. Zinsen, die über der Teuerungsrate liegen, können der Geldentwertung entgegenwirken. Deshalb ist es so wichtig, Tagesgeldkonten zu vergleichen und sich letztendlich für eines zu entscheiden, dessen Zinssatz über der Inflationsrate liegt.

Ideal ist es, wenn dieses Tagesgeldkonto dann auch noch eine Zinsgarantie bietet. Denn während die Zinsgarantie gilt, verpflichtet sich die Bank dazu, die Zinsen aufs Tagesgeld nicht zu verändern. Beim Tagesgeld können die Zinsen nämlich täglich neu angepasst werden. Im Gegenzug hat der Kunde das Recht, jederzeit Geld vom Konto abzuheben bzw. es mit einer Kündigungsfrist von nur einem Tag aufzulösen. Diese Flexibilität ist einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen Tagesgeld und Festgeld.

Dass es trotz Niedrigzinsumfeld möglich ist, Tagesgeldkonten zu finden, die Neukunden einen Zinssatz über der Inflationsrate bieten, zeigt unser CHECK24-Tagesgeldvergleich. In der untenstehenden Tabelle sind die fünf rentabelsten Festgeldkonten aufgelistet. Ausgehend von einer Anlagesumme von 10.000 Euro und einer Anlagedauer von 60 Tagen gewähren alle fünf Banken einen Zinssatz von über einem Prozent.

BankZinssatzZinsgarantieZinsauszahlung
Cortal Consors1,2%12 Monatevierteljährlich
PSA Direktbank1,5%28.02.2015monatlich
Sberbank1,3%31.12.2013vierteljährlich
Wüstenrot1,3%3 Monatevierteljährlich
1822direkt1,3%01.02.2015jährlich
Wie die Tabelle zeigt, gibt es trotz Niedrigzinsphase noch immer Geldinstitute, die sehr gute Konditionen bieten. Das Sparen mit Tagesgeld ist demnach weiterhin sinnvoll, rentabel und vor allem sicher. Letzteres garantiert die Einlagensicherung. Sie schützt Tagesgeldkonten bis zu einer Einlagensumme von 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Keine Sorge: Strafzinsen betreffen Privatkunden nicht!

Seit November wird in den deutschen Medien häufig das Thema Strafzinsen aufgegriffen. Als Strafzinsen werden negative Zinsen betitelt. Also nicht solche, die man von der Bank bekommt, sondern diejenigen, die Bankkunden an das Institut zahlen müssen, weil sie viel Geld bei ihm gelagert haben.

Bisher gibt es drei Geldinstitute in Deutschland, die Negativzinsen von Großkunden und institutionellen Anlegern verlangen. Dabei handelt es sich um die Skatbank, die genossenschaftliche WGZ und die Commerzbank. Keine einzige Bank berechnet jedoch Privatkunden, die keine Großeinlagen haben, negative Zinsen. Bei der Skatbank beispielsweise werden die negativen Zinsen erst ab einer Gesamteinlagensumme von drei Millionen Euro fällig.

Dass negative Einlagezinsen bald auch Privatkunden verrechnet werden, hält der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Michael Kemmer, für höchst unwahrscheinlich. Er gab diese Woche in einem Interview mit dem Deutschlandfunk bekannt, dass der Wettbewerb um den Privatkunden in Deutschland seiner Meinung nach viel zu stark umkämpft sei, als dass es sich die Geldinstitute leisten könnten, Privatkunden durch Strafzinsen zu vergraulen.

(lsc)

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