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Tagesgeld trotz historisch niedrigem Leitzins?

10.02.2015 - 14:00

Sparer seien die großen Verlierer der Niedrigzinspolitik - das behauptete zuletzt Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg. Er sagte, der Staat würde von der jetzigen Situation profitieren, während Sparer die Dummen seien. Wieso Tagesgeldsparer nicht zur Gruppe der Dummen zählen, erklären wir im Folgenden.

Wie kam es dazu, dass die Zinsen auf Tages- und Festgeld aber auch auf Sparbücher und Bausparverträge sowie die Verzinsungen von Girokonten bei vielen Geldhäusern derzeit so gering sind?

Folgen der Leitzinssenkung für Sparer und Kreditnehmer

Lohnt sich das Sparen mit Tagesgeld noch?
Die Höhe der Zinsen der im Euroraum tätigen Banken orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Leitzins bestimmt die Höhe der Zinsen, die Banken bezahlen müssen, wenn sie sich von der EZB frisches Geld borgen. Er wurde Anfang September 2014 auf den historischen Tiefstand von 0,05 Prozent gesenkt.

Zusätzlich erhöhte die EZB den Einlagezinssatz, also den (Straf-)Zins, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Ende Januar gab EZB-Präsident Mario Draghi zudem bekannt, dass die Zentralbank ab März 2015 monatlich Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden Euro kaufen wird. Wozu das alles?

Ziel der EZB ist es, Preisniveaustabilität im Euroraum zu gewährleisten. Diese liegt nach Ansicht der Europäischen Zentralbank bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent. Doch von einem derartigen Wert ist man momentan weit entfernt. Im Januar letzten Jahres lang die monatliche Inflationsrate der Eurozone noch bei 0,8 Prozent. Mittlerweile (Stand Januar 2015) liegt sie bei minus 0,6 Prozent.

Die Leitzinssenkung hätte zur Folge haben sollen, dass Banken – insbesondere in den Krisenstaaten – mehr Kredite vergeben. Denn die Senkung des Leitzinses bewirkte nicht nur, dass Privatbanken Zinsen auf Einlagen senkten, sondern auch die Kreditzinsen. Davon profitieren Unternehmen, da sie günstig Investitionen tätigen können. Diese wiederum beleben die Wirtschaft.

Doch der Plan ging nicht auf. Denn es wurden weniger Kredite vergeben, als von der EZB erhofft. Der Leitzins wurde dennoch bei 0,05 Prozent belassen. Für Kreditnehmer – egal, ob Privatpersonen, Unternehmen oder Staaten – ist das weiterhin von Vorteil, weil sie Kredite derzeit sehr günstig abschließen können. Doch Preisniveaustabilität ist damit immer noch nicht erreicht. Diese Tatsache und die immer weiter fallenden Inflationsraten waren letztendlich auch ausschlaggebend für den im Vorfeld umstrittenen Ankauf der Staatsanleihen.

Tagesgeld: Niedrige Zinsen bedeuten nicht automatisch niedrige Rendite!

Es stimmt also, wenn man sagt, dass Sparer nicht zu den Profiteuren der Niedrigzinspolitik gehören. Daraus allerdings zu schließen, dass sich Sparen gar nicht mehr lohnen würde, wäre fatal. Denn mit dem richtigen Tagesgeldkonto erwirtschaften Sie trotz Niedrigzinspolitik hohe Zinserträge.

Beim Sparen kommt es nämlich nicht nur auf die Höhe der Zinsen an, sondern auch auf die Teuerungsrate des Landes, in dem man lebt. Setzt man die Zinshöhe und die Inflationsrate zueinander in Beziehung, ergibt sich der Realzins. Also jener Wert, der anzeigt, wie viel Prozent Rendite man für seine Anlage tatsächlich erhält.

Hier ein Rechenbeispiel zum besseren Verständnis:

Die Inflationsrate betrug im Dezember 2014 in Deutschland 0,2 Prozent. Der Tagesgeld-Bestzins bei CHECK24, also jenes Tagesgeldkonto mit der besten Verzinsung in unserem Vergleich, lag bei 1,5 Prozent. Die Differenz, also die Realverzinsung, lag demnach bei 1,3 Prozentpunkten.

Zum Vergleich: Im Oktober 2011 betrug der Tagesgeld-Bestzins bei CHECK24 2,7 Prozent. Die Inflation lag bei 2,3 Prozent. Die reale Verzinsung des Guthabens belief sich damals also lediglich auf 0,4 Prozent.

Diese Rechnungen führen ganz deutlich vor Augen, dass es sich jetzt durchaus lohnt, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Es winken trotz Niedrigzinspolitik bei den richtigen Anbietern sehr lukrative Zinserträge!

Mit den bestverzinsten Tagesgeldkonten lohnt sich Sparen gerade jetzt!

Sie fragen sich jetzt, wo Sie diese Banken finden, die so hohe Tagesgeldzinsen anbieten? Unser Tagesgeldvergleich zeigt sie Ihnen!

Dort finden Sie schnell und unkompliziert den höchsten Zinssatz, den Sparer in einem bestimmten Monat über unser Vergleichsportal abschließen können. Diesen Tagesgeld-Bestzins finden Sie am einfachsten, wenn Sie nach „Rendite“ filtern.

Sie können aber auch einfach Ihren gewünschten Anlagebetrag und die Anlagedauer in die Eingabemaske eintragen und auf „Zinsertrag berechnen“ klicken. Danach werden für Sie sofort Rendite und Gesamtbetrag ausgerechnet.

Zudem bietet unser Tagesgeldvergleich auch alle Informationen, die für Tagesgeldsparer wichtig sind, z.B. Dauer der Zinsgarantie, Häufigkeit der Zinsausschüttung und Informationen zu Einlagensicherung.

Fazit: Jetzt Tagesgeld eröffnen und von hohen Realzinsen profitieren!

Die Frage, ob sich ein Tagesgeldkonto trotz historisch niedrigem Leitzins lohnt, ist mit einem klaren Ja zu beantworten. Sofern man diese zwei Punkte beachtet:

1) Die Verzinsung des Tagesgeldkontos muss über der deutschen Teuerungsrate liegen. Ansonsten frisst die Inflation Ihre Ersparnisse auf.

2) Eine hohe Verzinsung garantiert der CHECK24-Tagegeld-Bestzins. Den jeweils höchsten Zinssatz, zu dem Sie monatlich ein Tagesgeldkonto über unser Portal abschließen können, finden Sie in unserem Vergleich.

Tipp: Wenn Sie sich regelmäßig über das Verhältnis zwischen CHECK24-Tagesgeld-Bestzins und der deutschen sowie europäischen Inflationsrate informieren möchten, können Sie das hier tun. CHECK24 ermittelt für Sie monatlich den Sparerindex, also die höchste Rendite, die in einem Monat mit einem bestimmten Tagesgeldkonto erzielt werden konnte. Wenn Sie sich über sparerindex@check24.de anmelden, benachrichtigen wir Sie gerne über die neuesten Erkenntnisse. Auf diese Weise wissen Sie immer, ob sich Tagesgeld momentan rentiert oder nicht.

(lsc)

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