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Niedrigzinsen und Inflation - so schützen sich Sparer vor Verlusten

07.08.2013 - 18:00

Während der letzten Ratssitzung der Notenbank hatte EZB-Chef Mario Draghi erneut deutlich gemacht, dass Sparer mittelfristig nicht mit einem Anstieg der Zinsen rechnen können. Medienberichten zufolge plant der EZB-Rat, den Leitzins über einen längeren Zeitraum auf dem derzeitigen Niveau zu belassen oder noch einmal zu senken. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt derzeit nach wie vor auf einem historischen Tief von 0,5 Prozent.

Für Sparer hat dies verheerende Auswirkungen. Einer Studie der Postbank zufolge werden die Ersparnisse der Deutschen durch das Zusammenspiel von Niedrigzinsen und Inflation bereits 2013 um etwa 14 Milliarden Euro sinken. Noch schlimmer sieht es im kommenden Jahr aus: 2014 gehen Experten von einem Realverlust von insgesamt 21 Milliarden Euro aus.

Verheerende Kombination: Niedrige Tagesgeldzinsen und Inflation

Besonders von der Niedrigzinspolitik betroffen sind sichere Zinsanlagen wie das Tagesgeld. Die bei Deutschen besonders beliebte Kapitalanlage büßt bereits seit vielen Monaten enorm an ihrer ursprünglichen Rentabilität ein. Laut der Bundesbank liegen die Zinsen auf das Tagesgeldkonto derzeit im Schnitt bei mickrigen 0,44 Prozent. Beim schlechtesten Anbieter erhalten Sparer momentan sogar nur 0,10 Prozent.

Diese Sätze liegen weit unter der derzeitigen Inflationsrate. Mit 1,9 Prozent ist diese zwar noch immer im Bereich der Preisstabilität angesiedelt. Für Anleger hat die Differenz aus Tagesgeldzinssatz und Geldentwertung jedoch enorme Verluste zur Folge. Um diesen vorzubeugen, liegt es im Grunde nah, nach anderen Anlagemöglichkeiten Ausschau zu halten. Ganz oben auf der Liste stehen bei vielen Sparern Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien oder Aktien.

Sichteinlagen für finanzielle Engpässe unterhalten

Dennoch sollte zumindest ein Teil des Kapitals sicher angelegt und jederzeit verfügbar sein. Experten raten Verbrauchern deshalb, immer zwei bis drei Nettogehälter für unvorhersehbare Ausgaben als Sichteinlage anzulegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Sparer mit Minizinsen aufs Tagesgeld abspeisen lassen müssen. Im Gegenteil – noch immer gibt es attraktive Angebote auf dem Markt. Zwar gleichen diese die Inflation derzeit nicht zu hundert Prozent aus. Dennoch verhindern sie über die Jahre hinweg zumindest größere Verluste.

Bis zu 1,5 Prozent jährliche Zinsen aufs Tagesgeld sichern

Aktuell teilen sich fünf Banken die Spitzenposition im Tagesgeld Vergleich. Dazu gehören die ING-DiBa, die Renault Bank direkt, die RaboDirect, die Südtiroler Sparkasse und die 1822direkt. Bei allen Instituten erhalten Kunden immerhin 1,5 Prozent jährliche Verzinsung. Drei der Institute bieten Neukunden sogar eine Zinsgarantie. Bei der Südtiroler Sparkasse sind die Zinsen für sechs Monate garantiert, bei der ING-DiBa für vier Monate und bei der 1822direkt bis zum 1. Dezember 2013. Auf diese Weise können sich Anleger gegen weitere Zinssenkungen absichern.

(fr)

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