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Last Minute sparen: Jetzt noch Steuern aufs Tagesgeld zurückholen

23.12.2013 - 17:00

Die Steuerrückzahlung ist eine willkom- mene Finanzspritze zum Weihnachtsfest.
Weihnachtsgeschenke gekauft? Check! Einladungen für die Silvesterparty verschickt? Check! Aber da war doch noch etwas? Richtig – der Freistellungsauftrag für 2013. Obwohl dessen Erteilung nur wenige Minuten unserer Zeit und ein paar Mouseklicks in Anspruch nimmt, geht er im Trubel der Feiertage regelmäßig unter. Zu viel gezahlte Steuern müssen dann umständlich über die Einkommensteuererklärung zurückgeholt werden. Deshalb gilt es jetzt, schnell zu sein – Denn Sparern bleiben nur noch wenige Tage, um den Auftrag einzureichen.

Auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Beteiligungen fällt in Deutschland seit dem 1. Januar 2009 die sogenannte Abgeltungssteuer an. Diese beträgt 26,35 Prozent und soll eine einheitliche Versteuerung aller Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Bundesrepublik gewährleisten. Die Abgabe errechnet sich aus 25 Prozent eigentlicher Abgeltungssteuer, auf die zusätzlich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer fällig werden. Die aktuell ohnehin schon niedrigen Zinsen aufs Tagesgeld werden auf diese Weise noch weiter geschmälert.

Die Steuer wird von den Banken direkt an das Finanzamt abgeführt. Bis zu einer Höhe von 801 Euro pro Person – bzw. 1.602 Euro pro Ehepaar – können Sparer die Besteuerung mit Hilfe eines Freistellungsauftrages für Kapitalerträge jedoch umgehen. Diesen müssen sie ihrer Bank schriftlich oder über das Onlinebanking erteilen, woraufhin das Institut die Abfuhr der Steuer solange einstellt, bis der Freibetrag (Steuerpauschbetrag) erreicht ist.

Bei den Direktbanken ist die Anlage oder Änderung eines Freistellungsauftrages in der Regel online möglich. Um die Anpassung zu bestätigen, ist dabei eine TAN erforderlich. Filialbanken bieten in ihren Zweigstellen sowie auf ihrer Homepage vorgefertigte Formulare an. Diese können von den Kunden ausgefüllt, ausgedruckt und an die Bank zurückgeschickt werden. Auch bei einigen Filialbanken gibt es jedoch mittlerweile die Option, Freistellungsaufträge direkt im Onlinebanking einzurichten.

Die Abgabefristen zum Jahresende unterscheiden sich von Bank zu Bank

Die Erteilung des Auftrages an die Bank ist über das Jahr hinweg jederzeit möglich. Erfolgt sie beispielsweise Mitte des Jahres, werden die in der ersten Jahreshälfte abgeführten Steuern unverzüglich auf das Konto zurücküberwiesen. Lediglich zum Jahresende hin gibt es eine Frist, an die sich Sparer halten müssen.

Bei den meisten Banken kann der Freistellungsauftrag bis zum letzten oder vorletzten Bankarbeitstag des Jahres eingereicht werden. Dies ist beispielsweise bei der ING-DiBa, der Cortal Consors und der Comdirect der Fall: Hier ist jeweils der 30. Dezember Stichtag. Bei der DKB kann der Freistellungsauftrag sogar bis zum 31. Dezember erteilt werden. Bei anderen Banken läuft die Frist dagegen schon einige Tage vorher aus. Beispielsweise ist die Anlage bzw. die Änderung des Auftrages bei der Rabo Direct nur bis zum 23. Dezember möglich.

Freistellungsauftrag: Für den Postweg gelten oft andere Fristen

Auch innerhalb der einzelnen Institute macht es in einigen Fällen einen Unterschied, ob der Freistellungsauftrag online oder auf dem Postweg eingeht. Im Falle der ING-DiBa kann der Auftrag beispielsweise bis zum 30. Dezember 2013 (13:00 Uhr) online erteilt werden. Freistellungsaufträge für das laufende Jahr, die nach dem 20. Dezember postalisch eingehen, können dagegen unter Umständen nicht mehr berücksichtigt werden.

Wird die rechtzeitige Abgabe des Freistellungsauftrages dennoch versäumt, können die im Vorfeld abgeführten Steuern aufs Tagesgeld und andere Kapitalanlagen auch über die Einkommensteuer zurückgeholt werden. Änderungen sowie Neuanlagen für das kommende Jahr sind bei allen Banken ab dem 1. Januar 2014 möglich.

(fr)

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