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Geld sicher anlegen: So sparen Sie richtig!

18.05.2015 - 15:16

Hohe Sicherheit und eine gute Rendite sind die zwei wichtigsten Kriterien, die Deutsche von ihrer Geldanlage erwarten. Beides gleichzeitig zu maximieren, ist jedoch ein Ding der Unmöglichkeit. Wie Sie Ihr Geld so anlegen können, dass es absolut sicher, aber dennoch relativ gut verzinst ist.

Aktien und Fonds bieten oft eine satte Rendite. Entscheidet man sich richtig, kann der angelegte Betrag innerhalb eines Jahres sogar verdoppelt werden. Dafür sind Fachwissen, ein Verständnis des Marktes und oft auch etwas Glück von Nöten. Doch die Ersparnisse können bei einer Anlage in Fonds oder Aktien auch jederzeit verloren gehen. Investiert man ohne entsprechende Kenntnisse ist das ein wenig so, als würde man mit den Ersparnissen ins Casino gehen. Sicherheit? Fehlanzeige.

Mit Tagesgeld und Festgeld sind Sie auf der sicheren Seite

Schutz für die Einlagen: Händer werden über ein Sparschwein gehalten
Hohe Sicherheit und eine gute Rendite sind die zwei wichtigsten Kriterien, die Deutsche von ihrer Geldanlage erwarten.
Die Sicherheit hat für die Deutschen oberste Priorität. Das geht aus einer Studie der Gothaer Asset Management AG  hervor. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer ziehen demnach sichere Kapitalanlagen wie Tagesgeld- oder Festgeld riskanteren Optionen vor. Während etwa 60 Prozent der Befragten den Sicherheitsaspekt für besonders wichtig halten, legen nur etwa elf Prozent Wert auf eine hohe Rendite.

Für sicherheitsbewusste Sparer sind Tagesgeld- oder Festgeldkonten also ideal. Das Geld ist hier geschützt, dafür sorgen die gesetzliche sowie die freiwillige Einlagensicherung. Summen bis zu 100.000 Euro sind pro Kunde und Bank gesetzlich gesichert.

In Zukunft soll die gesetzliche Einlagensicherung sogar noch ausgeweitet werden. Denn nach der Eurokrise wurde deutlich, dass schon die Schieflage eines Bankhauses reicht, um das gesamte Finanzsystem zu gefährden. Aus diesem Grund wurde die Europäische Einlagensicherung geschaffen. Diese sieht vor, dass auch besonders schutzwürdige Einlagen wie etwa Gelder aus Immobilienverkäufen oder Abfindungen bis zu einer Höhe von 500.000 Euro über den Zeitraum von sechs Monaten geschützt sind.

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung gehören zahlreiche deutsche Banken darüber hinaus auch der freiwilligen Einlagensicherung an. Diese haftet momentan für mindestens 1,5 Millionen Euro pro Kunde. Je nach Höhe des haftenden Eigenkapitals der Bank, kann die Haftungsgrenze aber auch deutlich höher liegen.

5 Tipps zur sicheren und gut verzinsten Geldanlage

Tipp 1: Wie man sieht, sind die Einlagen bei deutschen Banken damit besonders gut geschützt. Das ist allerdings nur für Anleger relevant, die sehr hohe Summen anlegen. Geht es um Summen von bis zu 100.000 Euro, können Verbraucher auf die europäische Einlagensicherung vertrauen.

Tipp 2: Wer Beträge über 100.000 Euro sicher anlegen möchte, sollte diese auf mehrere Konten bei verschiedenen Banken verteilen. Dabei ist zu beachten, dass eigenständige Tochterunternehmen als eigene Banken gelten – Niederlassungen hingegen nicht. Die Einlagensicherung gilt pro Kunden und Bank für 100.000 Euro. Mehrere Banken bedeutet: Bei jedem eigenständigen Geldinstitut sind bis zu 100.000 Euro sicher.

Tipp 3: Bei maximaler Sicherheit soll auch die Rendite so hoch wie möglich sein. Dabei hilft ein Tagesgeld- oder Festgeldvergleich. Hier werden die Zinsen verschiedener Konten übersichtlich aufgelistet. Das Konto mit den höchsten Zinsen gewinnt. Oder?

Tipp 4: Beim Tagesgeld sollte man zusätzlich zum Zinssatz auch auf die Zinsgarantie achten. Manchmal kann es sich lohnen, für eine längere Zinsgarantie auf ein paar Prozentpunkte zu verzichten. Beim Festgeld hingegen ist auch die Laufzeit entscheidend.

Tipp 5: Bei der Wahl des Tagesgeld- oder Festgeldkontos sollte auch die Inflation bedacht werden. Denn erstens wollen Sparer die Inflation mit ihrer Geldanlage schlagen. Zweitens macht ein Vergleich mit der Teuerungsrate in Deutschland auf einen Blick deutlich, wie lukrativ eine Geldanlage wirklich ist. Denn nur weil die Zinsen niedriger sind als früher, gilt das nicht unbedingt für die realen Erträge:
Im März 2012 beispielsweise lag der beste Tagesgeldzins bei 2,75 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie aktuell. Doch auch die Inflationsrate in Deutschland war mit 2,2 Prozent deutlich höher. Der reale Ertrag lag demnach im März 2012 bei 0,55 Prozent, während Verbraucher im Januar 2015 1,7 Prozent erwirtschaften konnten. Wer hätte das gedacht?

(bm)

 

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