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Weltenergiespartag: So senken Verbraucher ihre Stromkosten

02.03.2012 - 13:11

Tausende Energieexperten sind derzeit im österreichischen Wels versammelt. Sie tauschen sich auf den World Sustainable Energy Days - den Weltenergiespartagen - über alternative Energien und Energiespartechniken aus. Die Senkung des Energieverbrauchs ist angesichts des Klimawandels zum beherrschenden Thema geworden. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise wird Energie sparen auch für Verbraucher immer bedeutender. Einige Tipps, wie sich der Energieverbrauch ohne Einbußen beim Komfort senken lässt.

Den größten Anteil am Stromverbrauch haben in Privathaushalten in der Regel die Haushaltsgroßgeräte, also Kühlschrank, Gefriertruhe, Waschmaschine und Wäschetrockner. Neugeräte der besten Effizienzklasse verbrauchen um bis zu zwei Drittel weniger Energie als alte Stromfresser. Es lohnt sich also, beim Kauf auf die Effizienzlabel zu achten. Selbst wenn ein besonders sparsames Gerät zunächst mehr kostet, holt es diese Summe binnen weniger Jahre wieder herein. Danach spart es Geld - und zwar umso mehr, umso höher die Strompreise steigen.

Schnell sauber - aber sparsam

Aber auch mit älteren Geräten lässt sich Strom sparen: So sollten Spül- und Waschmaschine nur eingeschaltet werden, wenn sie voll sind. Manche Maschinen haben zwar Programme für eine halbe Ladung - zwei solche Durchgänge verschlingen aber trotzdem mehr Energie als ein volles Programm. Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle: Zu tief im Kühlschrank (sieben Grad reichen) verschwendet ebenso Strom wie zu hoch beim Waschen (Faustregel: 60 Grad statt 90, 30 Grad statt 60). Vor die Wäsche im Trockner landet, sollte sie gut geschleudert sein - das spart Trockenzeit und damit Strom. Am wenigsten Energie kostet es natürlich, wenn sie stattdessen auf einer Wäscheleine hängt.

Auch die Raumaufteilung in der Küche ist wichtig: So sollten Kühl- und Gefriergeräte nicht neben Wärmequellen (Herd, Heizung) oder an sonnigen Stellen stehen. Um die Abwärme effizient abführen zu können, müssen außerdem Lüftungsschlitze und -Gitter frei bleiben. Kochen sollten Sparfüchse immer mit Deckel. Die Größe des Topfes sollte dabei zur Platte passen. Das senkt die Kosten um ein Drittel. Profis nutzen zudem die Nachwärme von Herd und Backrohr und schalten den Strom ab, kurz vor das Essen fertig ist. Übrigens: Wasser wird in einem Wasserkocher stromsparender erhitzt als auf dem Herd!

Standby kostet Strom

Unerwartet viel Strom verschwindet in Geräten, die im Standby-Modus herumstehen oder auch ausgeschaltet Energie verbrauchen. Das betrifft vor allem Unterhaltungselektronik, Computer und Ladegeräte. Mit einer Schalt-Steckerleiste lassen sie sich komplett vom Netz trennen - das drückt den Verbrauch auf Null. Übers Jahr und mit mehreren Geräten kommen durchaus spürbare Beträge zusammen. Allerdings: Manche Geräte sollten am Netz bleiben - zum Beispiel einige Drucker. Ein Blick in die Betriebsanleitung schafft Klarheit.

Dass sich bei der Beleuchtung durch sparsame Birnen Energie sparen lässt, ist inzwischen bekannt. Weniger verbreitet ist dagegen das Wissen, dass in vielen Heizungskellern wahre Stromfresser arbeiten: Die Pumpen, die das Wasser durch die Heizkörper drücken, laufen in älteren Heizanlagen ständig - und verbrauchen teilweise über 100 Watt. Moderne Exemplare begnügen sich dagegen mit wenigen Watt.

Ratgeber zum Strom sparen

Ob sich ein Austausch lohnt, können Verbraucher mit den kostenlosen Energiesparratgebern von CHECK24 und co2online gGmbH berechnen. Die Rechner helfen auch, den eigenen Standby-Stromverbrauch zu bestimmen oder die Wirtschaftlichkeit eines neuen Kühlschranks zu ermitteln. Auch beim Heizenergie sparen bieten die Ratgeber Unterstützung - egal ob es um eine bessere Wärmedämmung oder nur um neue Thermostatventile geht. Immerhin verursacht die Heizung in vielen Haushalten zwei Drittel des Energieverbrauchs oder mehr. Und der nächste kalte Winter kommt bestimmt.

Noch höher fällt die Einsparung aus, wenn der Versorger auch noch geringere Energiekosten in Rechnung stellt. Ein Vergleich der Stromtarife und Gasanbieter klärt kostenlose und unverbindlicher, ob günstigere Tarife zur Verfügung stehen. So verlieren Meldungen über steigende Energiepreise schnell ihren Schrecken.

(mb)

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