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Verbraucherschützer raten von Unterzeichnung der neuen RWE Stromverträge mit Preisgarantie ab

20.05.2010 - 11:59

Der Energieversorger  RWE bietet seinen Kunden, die Sonderverträge mit Preisgarantie abgeschlossen haben, lange vor Ablauf der Preisgarantien neue Verträge mit längeren Preisgarantien, allerdings auch zu höheren Konditionen an. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht das Angebot kritisch.

Kunden, die einen Sondervertrag mit 24- oder 36-monatiger Preisgarantie Abgeschlossen haben, erhielten nun das Angebot, auf einen neuen Vertrag umzusteigen, obwohl der alte Vertrag (und die alte Preisgarantie) noch über einen längeren Zeitraum gültig ist. Der neue Vertrag gewährt ebenfalls eine Preisgarantie, ist aber um einiges teurer. Nach Berechnungen von CHECK24 zahlt ein Haushalt bei einem Verbrauch von 5.000 kWh im neuen Vertrag „RWE Strom 36max“ knapp 90 Euro (oder 8,15 Prozent) pro Jahr mehr als im laufenden Treuestrom Vertrag.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen betont, dass die bisherige Preisgarantie durch Unterzeichnung des neuen Vertrages vorzeitig aufgehoben würde. Zudem sichere die Preisgarantie der RWE den Kunden keineswegs immer gegen Preiserhöhungen ab: Aus der Preisgarantie ausdrücklich ausgeschlossen seien Preiserhöhungen aufgrund der Änderung von Steuern und Abgaben, beispielsweise der EEG-Umlage. Da diese aber nach Einschätzung der Verbraucherschützer in Zukunft weiter steigen wird, können Verbraucher  trotz Preisgarantie eine  Erhöhung von möglicherweise „mehreren Prozent des Strompreises“ erhalten.

Nach Empfehlung der Verbraucherschützer sollten Kunden, die den Vertrag „RWE Treuestrom“ abgeschlossen haben, diesen bis zum Ende der Laufzeit (31.12.2010) behalten und rechtzeitig zum Ende der Laufzeit die aktuellen Strompreise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

(iw)

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