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Energieverbrauch im Netz: Virtuelle Welten verschlingen echten Strom

02.02.2015 - 14:00

Ob von zu Hause aus oder unterwegs - wir sind 24 Stunden online. Weltweit nutzen 2,5 Milliarden Menschen das Internet. Doch die wenigsten User machen sich darüber Gedanken, wie viel Energie hinter ihren Klicks steht. Damit Informationen jederzeit abgerufen werden können, sind die Daten in riesigen Rechenzentren gespeichert. Die Server sind im Dauerbetrieb und verbrauchen Unmengen an Strom.

So ist der Energiebedarf vieler IT-Unternehmen mit dem einer mittelgroßen Stadt zu vergleichen. Laut New York Times verschlingen allein die Datenzentren von Google so viel Strom wie eine 200.000-Einwohner-Stadt. Deutsche Rechenzentren benötigen derzeit zehn bis fünfzehn Terrawattstunden im Jahr, was der Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken entspricht.

Umweltfreundliches Internet

Ein hoher Stromverbrauch belastet die Umwelt und führt zu hohen Kosten, deshalb wollen viele Unternehmen ihre Rechenanlagen effizienter gestalten.

 

Besonders die Kühlung der Anlagen ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Um hier Strom einzusparen, sind mittlerweile Geräte entwickelt worden, die sehr hitzebeständig sind. Weniger Energie wird auch verwendet, wenn die Auslastung der Server an die IT-Last angepasst wird. Bei geringem Datenverkehr kann ein Teil der Rechner in eine Art Stand-by-Betrieb versetzt werden. Auch die Zusammenlegung von kleineren Rechenzentren kann den Energieverbrauch senken.

Der Unternehmens-Software-Entwickler SAP hat für seine deutschen Datenzentren bereits einige dieser Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt und wurde für das nachhaltige Wirtschaften 2014 vom TÜV Rheinland ausgezeichnet.

Auf internationaler Ebene haben sich die Internet-Riesen Facebook, Google und Apple dazu verpflichtet, ihre Server nach und nach mit Strom aus erneuerbaren Energien zu betreiben.

Beim Surfen Strom sparen

Besonders Cloud-Computing wird immer mehr zum Stromfresser. Da hier Daten nicht mehr auf dem eigenen PC oder Smartphone gespeichert werden, sondern ebenfalls auf externe Server ausgelagert werden, erhöhte sich der Strombedarf in den letzten Jahren. Allein in Deutschland wird dadurch der Energiebedarf bis 2020 um etwa 20 Prozent steigen. Wer diesem Anstieg entgegenwirken möchte, sollte auf Cloud-Dienste verzichten.

 

Um die eigene Stromrechnung niedrig zu halten, empfiehlt es sich zudem, den eigenen Computer nicht im Dauerbetrieb laufen zu lassen. Neben Energiesparen ist auch ein Stromanbieterwechsel eine gute Möglichkeit die Haushaltskasse zu entlasten.

(sst)

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