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Stromverbrauchsstudie: Familien haben bis zu 19 Prozent höhere Stromkosten pro Kind

20.01.2010 - 21:13

Eine Stromverbrauchsstudie von CHECK24, E WIE EINFACH und TNS Emnid ermittelte die Mehrbelastung an Stromkosten, die Familien mit Kindern zu tragen haben. Diese beträgt pro Kind bis zu 19 Prozent bzw. 157 Euro im Jahr. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass Geringverdiener am meisten für  den TV-Konsum ihrer Teenager ausgeben  und Westdeutsche bis zu 30 Prozent mehr pro Jahr für den Stromverbrauch ihrer Kinder zahlen als Ostdeutsche.

Konzept und Methodik der Studie

Die Studie zum Stromverbrauch von Kindern ist eine Gemeinschaftsproduktion von CHECK24, dem bundesweiten Energieanbieter E WIE EINFACH sowie TNS Emnid.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid erfragte im Auftrag von E WIE EINFACH für die Verbrauchsgruppen Babys, Kleinkinder und Teenager die am häufigsten genutzten Elektronikprodukte sowie deren Benutzungsdauer.

Anhand dieser Informationen ermittelte CHECK24 anschließend die Stromverbräuche sowie -kosten und analysierte die Ergebnisse für West- und Ostdeutschland sowie für Haushalte mit unterschiedlichen Einkommenshöhen.*

Kleine Kinder kleine Kosten, große Kinder große Kosten

Die Studie ermittelte einen Stromkostenanstieg eines Haushaltes um bis zu 19 Prozent pro Jahr und Kind. Dabei gilt: Mit zunehmendem Alter von Kindern wachsen auch die durch sie verursachten Stromkosten. Während die Steigerung der Stromkosten eines Haushaltes durch ein Babys nur 10 Prozent pro Jahr beträgt, liegt sie bei Kleinkindern bereits bei 12 Prozent, bei Teenagern sogar bei 19 Prozent.**

Familien mit Babys müssen mit einer Mehrbelastung von 83 Euro pro Jahr für den Stromverbrauch ihres Nachwuchs rechnen, für Kleinkinder fallen 99 Euro pro Jahr an Stromkosten an, für Teenager 157 Euro.

Geringverdiener zahlen am meisten für den TV-Konsum ihrer Teenager

Ausschlaggebend für die hohen Stromkosten von Teenagern ist unter anderem ihr TV-Konsum. Die Studie ergab, dass Geringverdiener am meisten für den Fernsehkonsum ihrer Teenager ausgeben. Ein Haushalt mit einem Nettoeinkommen von 1.000 Euro zahlt dafür im Durchschnitt 55 Euro pro Jahr, ein Gutverdiener mit über 3.000 Euro Nettoeinkommen nur 45 Euro.

In den Altersgruppen Babys und Kleinkinder nutzen die Geringverdiener die abgefragten Elektrogeräte jedoch wesentlich sparsamer als Gutverdiener und zahlen dadurch bis zu 60 Prozent weniger pro Jahr und Kind.

Westdeutsche geben mehr für den Stromverbrauch ihrer Kinder aus als Ostdeutsche

Ein Vergleich der Ergebnisse für West- und Ostdeutschland zeigt, dass Westdeutsche höhere Stromkosten für ihre Kinder haben als Ostdeutsche. Besonders deutlich fällt der Unterschied in der Altersgruppe der Kleinkinder aus: 103 Euro lassen sich Eltern in Westdeutschland den Strom eines Kleinkindes im Jahr kosten, ostdeutsche Eltern nur 79 Euro. Dies entspricht einer Differenz von 30 Prozent.

Ostdeutsche sparen vor allem durch eine geringere Nutzung des Trockners. Die Stromkosten des Trockners fallen dadurch um bis 46 Prozent pro Jahr und Kind niedriger aus als in Westdeutschland.

Tipps zum Stromsparen für Familien mit Kindern

Familien mit Kindern, die Strom und damit Geld sparen möchten, haben dazu mehrere Möglichkeiten:

Durch einen Anbieterwechsel beispielsweise ergibt sich für einen 3-Personen-Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 4.000 kWh ein Sparpotenzial von rund 195 Euro jährlich.

Auch durch die Änderung des eigenen Verbrauchsverhaltens kann der Stromverbrauch verringert und damit das Portemonnaie geschont werden. Dazu sollte die Nutzung der Kostentreiber (u.a. Trockner, Waschmaschine und Unterhaltungselektronik) eingeschränkt sowie auf einen bewussteren Einsatz der Geräte geachtet werden, z.B. durch Ausschalten statt Wahl des Stand-by-Modus.

Eine Ausweitung von Sozialtarifen könnte ebenfalls zu einer Entlastung besonders einkommensschwacher Familien beitragen. Zwar gibt es bereits einige wenige Stromversorger, die Familien- und Sozialtarife anbieten, diese zählen jedoch trotz Subventionen nicht zu den günstigsten Angeboten.

Siehe auch: Pressemitteilung zur Studie

(kb)

*Methodik: TNS Emnid befragte im Zeitram vom 28.10.2009 bis 09.12.2009 insgesamt 991 Eltern von Kindern im Alter von 0-2 Jahren (340 Eltern), 3-6 Jahren (332 Eltern) und 13-17 Jahren (319 Eltern). CHECK24 berechnete die spezifischen Stromkosten pro Jahr und Kind. Bei der Berechnung der Kosten wurde von einem kWh-Preis von 21,34 Cent/kWh ausgegangen (durchschnittlicher kWh-Preis der Grundversorger der 100 größten Städte).

**bezogen auf einen durchschnittlichen 2-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh (833,70 Euro)

***durchschnittliche Ersparnis in den 100 größten Städten durch den Wechsel zu einem Anbieter ohne Vorauskasse

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