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Stromverbrauch: Neues Energielabel der EU gilt auch für Fernseher

20.12.2010 - 12:38

Die EU hat ihr Energielabel überarbeitet. Ab sofort muss auch der Stromverbrauch von Fernsehern beim Kauf angegeben werden. Für Kühlschränke, Geschirrspüler und Waschmaschinen wird ab heute die neue Energieeffizienzklasse A+++ eingeführt. Für die Umsetzung gilt allerdings eine lange Übergangsfrist.

Sie bestehen aus grünen, gelben und roten Balken und sollen eine Entscheidungshilfe für Verbraucher sein, die ein neues Elektrogerät kaufen wollen: Die Energielabel der EU teilen das Angebot auf dem Markt in Effizienzklassen ein. Die Skala reicht vom tiefroten G (absoluter Stromfresser) bis zum grünen A (sparsamer Verbrauch). Außerdem enthält der Aufkleber weitere Angaben, zum Beispiel zum Fassungsvermögen oder dem Wasserverbrauch. Ab sofort muss das Energielabel auch auf Fernsehern prangen. Denn ihr Stromverbrauch kann ganz schön ins Geld gehen: Die Mattscheibe verursacht laut EU rund zehn Prozent des jährlichen Stromverbrauchs eines Durchschnittshaushaltes.

Bei einigen Geräten, die schon bisher ein Energielabel tragen mussten, wurde zudem die Zahl der Effizienzklassen ausgebaut. Weil immer mehr Produkte die Anforderungen der bisher höchsten Kategorie erfüllt haben, gilt für die "weiße Ware" (Gefrier- und Kühlschränke, Geschirrspülmaschinen und Waschmaschinen) jetzt die neue Effizienzklasse A+++. Bisher waren die sparsamsten Geräte in die Klassen A beziehungsweise A++ eingeordnet. Der Energieverbrauch von Produkten in der bisher besten Klasse könne mit neuen Technologien noch einmal um die Hälfte gesenkt werden, so die EU-Kommission. Auch die Anforderungen an Fernsehgeräte sollen in den nächsten Jahren schrittweise weiter verschärft werden. Laut dena sind außerdem Energielabel für weitere Produktgruppen wie Staubsauger oder Warmwasserbereiter in der Vorbereitung.

Rund ein Drittel des Jahresverbrauchs an Strom eines Haushaltes entfällt auf die Produkte, die jetzt mit einem Energielabel gekennzeichnet werden müssen. Brüssel erhofft sich von den neuen Effizienzklassen positive Auswirkungen auf die Haushaltskassen der Verbraucher. Denn gerade bei Geräten mit einem hohen Energiebedarf kann es sich durchaus lohnen, auf den Stromverbrauch zu achten. Daneben profitiert natürlich auch die Umwelt. Bis die neuen Label in allen Geschäften zu sehen sind, wird es aber noch eine Weile dauern. Es gilt eine einjährige Übergangsfrist bis zum 20. Dezember 2011.

(mb)

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