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Stromsparen, aber wie? – Die wichtigsten Stromspartarife der Stromanbieter im Produktcheck

04.10.2009 - 21:13

Die meisten Deutschen würden gerne Strom sparen, wissen aber nicht, wie das am einfachsten möglich ist. Einige Energieversorger bieten innovative “Stromspartarife“ an und versuchen, damit Kunden zu gewinnen bzw. an sich zu binden.

Diesen Tarifen liegen verschiedene Konzepte zum Stromsparen zugrunde: Ein Produktcheck zeigt die Vor- und Nachteile der vier wichtigsten Konzepte (Tarife mit Stromspar-Bonus, intelligente Stromzähler, Tarife mit Stromspar-Hilfen und Stromtarifen ohne Grundgebühr) und für wen sie geeignet sind.

Konzept I: Tarife mit Stromspar-Bonus

Vorteil: Verbraucher, die im Vergleich zum Vorjahr eine bestimmte Menge an Strom einsparen, erhalten im darauffolgenden Jahr einen Bonus. Nachteil: Der Bonus kann erst im zweiten Vertragsjahr gutgeschrieben werden, da ein Referenzwert vorliegen muss. Fazit: Lohnenswert für Kunden, die sich konkrete Sparziele gesetzt haben und bereit sind, sich mindestens zwei Jahre an den Anbieter zu binden. Daher sollten Verbraucher auf Preisgarantien achten! Viele Tarife sind regional unterschiedlich und müssen individuell verglichen werden. Anbieter: Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den Angeboten von GrünHausEnergie (GrünHausStrom), EnergieGut (Hallo Spar!), Energiedienst AG (NaturEnergie silber aktiv), E.ON Vertrieb Deutschland (EnergieSpar-Tarif)

Konzept II: intelligente Stromzähler

Vorteil: Der Anbieter stellt einen intelligenten Stromzähler („Smart Meter“) zur Verfügung. So kann der Kunde jederzeit online seinen Stromverbrauch kontrollieren, seine Daten speichern und so „Stromfresser“ entlarven. Zusätzlich gibt es Rabatte auf in der „Sparzeit“ verbrauchten Strom (meist 21:00 bis 6:00 Uhr). Nachteil: Die Einrichtungskosten für den neuen Stromzähler muss der Kunde selbst tragen. Datenschützer kritisieren die häufige Übersendung der Verbrauchsdaten an den Anbieter („gläserne Kunde“). Ein unbegrenzter Zugang zum Internet ist Voraussetzung. Fazit: Für Technik-Begeisterte mit DSL-Flatrate und Nachtaktive. Hauptsächlich attraktiv für Haushalte mit hohem Verbrauch. Anbieter: Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den Angeboten von Yello Strom (mit Sparzähler), EnBW (intelligenter Stromzähler)

Konzept III: Tarife mit Stromspar-Hilfen

Vorteil: Verbunden mit diesen Tarifen sind „Stromspar-Hilfen“ wie zum Beispiel abschaltbare Stromstecker, Power Safer und Zeitschaltuhren, die der Versorger kostenlos oder zu vergünstigten Preisen zur Verfügung stellt. Die Energiespar-Hilfen bleiben im Besitz des Kunden und können über Jahre hinweg verwendet werden. Nachteil: Die Tarife sind verhältnismäßig teuer. Fazit: Für Kunden, die langfristig mit den Stromsparhilfen einen bewussten Umgang mit Energie pflegen möchten. Kosten-Nutzen-Aspekte sollten individuell abgewogen werden. Anbieter: Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den Angeboten von Energiedienst AG (NaturEnergie silber aktiv), NUON Deutschland (Geniaale Strom)

Konzept IV: Stromtarife ohne Grundgebühr

Vorteil: Diese Tarife verzichten auf eine monatliche Grundgebühr. Somit wird nur jede tatsächlich verbrauchte Kilowattstunde abgerechnet. Nachteil: Viele Tarife ohne Grundgebühr haben einen verhältnismäßig hohen Arbeitspreis und schreiben teilweise eine Mindestabnahmemenge vor. Fazit: Tarife ohne Grundgebühr schaffen Transparenz, da jede eingesparte Stromeinheit sofort erkennbar ist. Sie lohnen sich besonders für Kleinverbraucher (Singles, Verbrauch bis 2.000 kWh). Viele Tarife sind regional unterschiedlich und müssen vom Verbraucher individuell verglichen werden. Anbieter: Hier finden sie die wichtigsten Informationen zu den Angeboten von E WIE EINFACH (EinPreisTarif), NUON Deutschland (Geniaale Strom), strasserauf (strasserauf Strom).

Fazit

Der Vergleich zeigt, dass jedes der bewerteten Konzepte Vor- und Nachteile birgt und nicht für alle Verbrauchergruppen gleichermaßen geeignet ist. Wer allerdings in erster Linie Kosten sparen möchte, der findet auf dem Markt günstigere Alternativen. Denn die Preise der Stromspartarife sind regional stark unterschiedlich und im Vergleich zu „normalen“ Stromtarifen relativ hoch.

(df/eko)

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