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Strompreiserhöhungen für 2017 erwartet

02.11.2016 - 16:53

Netzentgelte und EEG-Umlage erhöhen sich im kommenden Jahr, das wird sich auf den Stromrechnungen vieler Verbraucher bemerkbar machen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Preiserhöhungen entgehen können und ab wann Ihr Sonderkündigungsrecht greift.
 

Strompreiserhöhung 2017
Strom wird 2017 voraussichtlich wieder teurer.

EEG-Umlage auf Rekordniveau

Mit der EEG-Umlage wird die Differenz zwischen den staatlich festgelegten Einspeisevergütungen für Ökostrom und den Börsenstrompreisen ausgeglichen. Da die Großhandelspreise für Strom sich derzeit im Keller befinden und die Preisspanne dementsprechend hoch ist, hält sich auch die Ökostrom-Umlage auf einem hohen Niveau. So steigt die EEG-Umlage von aktuell 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Seit Einführung der Ökostrom-Umlage 2003 ist sie um das rund 17-fache angestiegen. Die erneute Erhöhung bedeutet für eine vierköpfige Familie (Stromverbrauch: 5.000 kWh), dass sie pro Jahr rund 31 Euro mehr  bezahlen muss.
 

Netzentgelte steigen

Die Netzentgelte machen rund ein Viertel des Strompreises aus. Auch hier haben die vier großen Übertragungsnetzbetreiber Erhöhungen bekanntgegeben. Die Betreiber begründen den Anstieg mit den gestiegenen Kosten zur Netzstabilisierung, die sich im letzten Jahr auf etwa 400 Millionen Euro beliefen. Endverbraucher zahlen ab nächstem Jahr rund neun Prozent mehr als im Vorjahr für die Netzentgelte. Ein Vierpersonenhaushalt bezahlt so ab kommendem Jahr durchschnittlich 415 Euro mehr für Netznutzungskosten.
 

Stromanbieter werden Preise erhöhen

Bisher haben nur wenige Stromgrundversorger Preiserhöhungen angekündigt. Doch spätestens zu Jahresbeginn werden die meisten Anbieter voraussichtlich Preisanpassungen vornehmen. Um einer hohen Stromrechnung zu entgehen, sollten Verbraucher Strompreise vergleichen und anschließend den Anbieter wechseln.

Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht

Wenn Ihr Stromanbieter die Preise erhöht, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt Sie können Ihren Vertrag auch während der Laufzeit kündigen. Die Kündigungsfrist beginnt mit der Mitteilung der Preiserhöhung. Wie lange die Frist dauert, können Sie aus dem Mitteilungsschreiben Ihres Versorgers entnehmen. Beachten Sie, dass manche Anbieter das Sonderkündigungsrecht in ihren AGB einschränken, wenn die Erhöhung durch gestiegene Steuern und Abgaben zustande kam. Lesen Sie deshalb vor einer Kündigung noch einmal die entsprechenden Vertragsklauseln. Nutzen Sie für Ihre Kündigung unseren praktischen Kündigungsassistenten.

(sst)
 

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