0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Strompreiserhöhung für Millionen Haushalte im März und April

16.02.2011 - 10:26

Die Stromversorger drehen auch im März und April weiter an der Preisschraube: 56 Anbieter haben eine Strompreiserhöhung angekündigt. Davon betroffen sind rund 6,7 Millionen Haushalte. Sie müssen durchschnittlich um sieben Prozent mehr bezahlen.

Es ist ein Spiel, das Autofahrer von der Tankstelle kennen: In regelmäßigen Abständen steigen dort die Preise auf breiter Front. Beim Strom bietet sich gerade ein ähnliches Bild: Hunderte Anbieter haben seit Jahresbeginn ihre Tarife bereits erhöht - jetzt folgen 56 weitere, die in ihren Grundversorgungstarifen mehr kassieren. Insgesamt haben damit seit Jahresbeginn 640 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt oder bereits umgesetzt. Mehr bezahlen müssen die Kunden ab März unter anderem bei der E.ON Thüringer Energie, E.ON Bayern, E.ON edis und E.ON Hanse, aber auch bei den Stadtwerken Cottbus.

Die Strompreise steigen um bis zu 16 Prozent

Im April ziehen mit den Stadtwerken in München und der Eins Energie in Chemnitz zwei weitere große Anbieter nach. Im Durchschnitt werden die Preise um sieben Prozent erhöht - in Einzelfällen darf es aber auch etwas mehr sein. Am tiefsten greifen die Stadtwerke im brandenburgischen Strausberg den Verbrauchern in die Tasche: Sie erhöhen ihren Grundversorgungstarif um satte 16 Prozent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden steigt die jährliche Stromrechnung damit um 172 Euro.

Auch Stromkunden, die bisher von Preissteigerungen verschont geblieben sind, sollten sich nicht zu früh freuen: Für Mai liegen die ersten Preisanpassungen schon in den Schubladen der Energieversorger. Teurer wird es dann unter anderem bei den übrigen drei E.ON-Vertriebstöchtern E.ON Avacon, E.ON Mitte und E.ON Westfalen-Weser.

Ein Vergleich der Stromanbieter kann sich lohnen

Begründet wird der Dreh an der Preisschraube wie schon in den vergangenen Monaten in vielen Fällen mit der gestiegenen EEG-Umlage. An dieser Preispolitik der Versorger gab es bereits in den zurückliegenden Wochen heftige Kritik: Sie seien unangemessen, weil gleichzeitig die Beschaffungskosten für Strom gesunken seien, kritisierten Politiker und Verbraucherschützer. Sie riefen die Verbraucher deshalb dazu auf, Stromtarife zu vergleichen und gegebenenfalls den Stromanbieter zu wechseln. Das kann sich lohnen: Anders als beim Benzin ist die Auswahl der Stromanbieter wesentlich größer - und einen Umweg zum billigeren Versorger müssen Stromkunden auch nicht in Kauf nehmen.

(mb)

Weitere Artikel: