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Strompreiserhöhung: EEG-Umlage steigt um 70 Prozent

14.10.2010 - 21:16

Zum Jahreswechsel steigt die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) laut der vier Übertragungsnetzbetreiber um 70 Prozent auf insgesamt 3,5 Cent pro kWh.

Auf einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh kommen rund 73 Euro pro Jahr höhere Kosten für Strom zu. Bisher liegt die EEG-Umlage für den Vier-Personen-Haushalt bei ca. 100 Euro pro Jahr für die EEG-Umlage – zukünftig bei 208 Euro jährlich.

Davon ausgehend, dass die EEG-Umlage gleich bliebe, bedeutet das, dass in den kommenden 20 Jahren, für die die Subventionen garantiert werden, jeder durchschnittliche Vier-Personen-Haushalt 4.160 Euro* für die EEG-Umlage zahlen müsste.

Gründe für die Erhöhung: Anstieg von Solarstrom und niedrige Börsenpreise für Strom

Die Erhöhung der EEG-Umlage ist unter anderem auf den starken Ausbau von Solaranlagen  zurückzuführen, der wiederum durch die staatlich garantierte Förderung zu erklären ist. Einfluss hat auch der gleichzeitige Einbruch des Strompreises an der Leipziger Strombörse.

Durch den Ausbau der Solaranlagen stieg in den vergangenen Monaten die Menge des Solarstroms. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind die Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus regenerativen Energien in das Netz einzuspeisen und den Produzenten einen festen Preis zu zahlen (z.B. für Solarenergie bis zu 33,03 Cent pro kWh**).

Die Netzbetreiber sind gezwungen, den Produzenten von Solarstrom mehr zahlen, als sie beim Verkauf an der Leipziger Strombörse erlösen (vier bis fünf Cent pro kWh). Die Differenz wird in der sogenannten EEG-Umlage auf den Verbraucher umgelegt.

Bereits im vergangenen Jahr  wurde die EEG-Umlage von 1,2 Cent auf 2,047 Cent je Kilowattstunde angehoben. Verbraucherschützer kritisieren, dass Stromanbieter die Erhöhung der EEG-Umlage nutzen, um drastische Strompreiserhöhungen zu rechtfertigen.

Im Jahr 2010 beliefen die Strompreiserhöhungen im Durchschnitt rund 70 Euro für einen Vier-Personen-Haushalt (Verbrauch: 5.000 kWh p.a.). Die Erhöhung der EEG Umlage betrug für diesen Verbrauch aber nur rund 42 Euro pro Jahr.

Tipp: Beim Anbieterwechsel auf Preisgarantie achten

Auch für 2011 erwartet CHECK24 eine erhebliche Strompreiserhöhung. Um die Kosten für Strom zu senken, sollten Verbraucher ihren Stromanbieter mit anderen Angeboten vergleichen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Wichtig ist es dabei, auch auf eine gute und dauerhafte Preisstabilität zu achten, die zum Beispiel die Erhöhung der EEG-Umlage beinhaltet. Dies ist nur bei der vollen Preisgarantie sowie bei der Nettopreisgarantie (schließt mit Ausnahme der Mehrwertsteuer alles ein) gegeben.

* Die Subventionen für Solarenergie werden für mindestens 20 Jahre garantiert. Die 4.160 Euro berechnen sich aus den 208 Euro Kosten pro Jahr, hochgerechnet auf 20 Jahre. ** Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Leistungsabhängige Fördersätze in ct/kWh auf einem Gebäude bis 30 kW ab Oktober 2010, Nettopreise

(eko)

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