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Strom- und Gasanbieter erhöhen Preise um bis zu 156 bzw. 238 Euro pro Jahr

22.03.2011 - 10:24

Eine deutschlandweite Analyse der Energiepreisveränderungen in der Grundversorgung durch CHECK24 zeigt, dass 43 Stromanbieter zum April und Mai eine Strompreiserhöhung planen - die Grundversorgungspreise werden bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 5.000 kWh um bis zu 156 Euro im Jahr steigen. Bei den Gasanbietern sieht es ähnlich aus: 37 Gasversorger beabsichtigen die Tarife um bis zu 238 Euro pro Jahr anzuheben (bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh).

Die aktuelle Strompreiserhöhung steht nicht in Zusammenhang mit der Atomkrise in Japan, der Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke oder den Preisschwankungen an der Strombörse in Leipzig. Die neuesten preislichen Entwicklungen sind auf die gestiegene EEG-Umlage zurückzuführen.

2,3 Mio. E.ON-Kunden von Strompreiserhöhung betroffen

Durchschnittlich liegen die Strompreiserhöhungen der Versorger bei 6,5 Prozent. Die drei E.ON Vertriebsgesellschafen: Avacon, Westfalen Weser und Mitte gehören auch zu den Stromanbietern, die bei der Preiserhöhung mitziehen. Der Preisanstieg ist bei diesen Versorgern mit maximal 5,1 Prozent im Jahr nicht so hoch wie die durchschnittlichen Werte, betrifft dafür allerdings rund 2,3 Millionen Haushalte. Aber es gibt auch Stromanbieter, die ihren Kunden mit Preissenkungen von durchschnittlich 3,2 Prozent Grund zur Freude geben.

Energiepreiserhöhungen: Kein Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen in Libyen und Japan

Bei den gegenwärtigen Preiserhöhungen der Energieversorger handelt es sich um verspätete Preisanpassungen im Zuge der gestiegenen EEG-Umlage und nicht um die Folgeerscheinungen des Geschehens in Libyen und Japan.

Die aktuellen Preissprünge an der Strombörse wirken sich, falls überhaupt, nicht kurzfristig auf den Endpreis für die Verbraucher aus. Stattdessen werden die Strompreise mittelfristig ansteigen. Dies wird vor allem auf den wichtigen, aber teuren Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien zurückzuführen sein, wenn der Atomausstieg CO2-neutral gestaltet werden soll.

Die Erhöhung der Gaspreise kann ebenfalls nicht mit der Situation in Libyen in Verbindung gebracht werden, da die Bedeutung dieses Landes für den Gasmarkt relativ gering ist und Erdgas in der Regel über langfristige Verträge gehandelt wird. Die Krise kann sich jedoch auf lange Zeit gesehen durchaus auf die Preise auswirken, da die Lieferverträge vieler Gasversorger sich mit sechsmonatiger Verzögerung an den Ölpreisen orientieren. Gefährdet ist die Gasversorgung laut EU-Kommission jedoch nicht.

(mk)

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