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Die Strompreislawine kommt ins Rollen

19.11.2012 - 19:01

Viele Stromkunden haben bereits das unerfreuliche Schreiben von ihrem Stromversorger erhalten, das höhere Preise zum Januar ankündigt. Damit ist die Katze endlich aus dem Sack. Bereits jetzt heben 452 Stromversorger zu Jahresbeginn 2013 ihre Preise um 10 bis 15 Prozent an. Die meisten begründen die Erhöhung damit, dass sie ihre Tarife an die gestiegenen staatlichen Abgaben wie EEG-Umlage und Netznutzungsgebühren anpassen müssten.

Bis zu rund 472 Euro müssen betroffene Stromkunden auf diese Weise im kommenden Jahr für ihren Energiebedarf berappen. Bislang hatten sich die Stromversorger noch vornehm zurückgehalten, was ihre Preise für das kommende Jahr betrifft. Doch inzwischen geben auch die großen Konzerne, wie Vattenfall, E.ON, EnBW und RWE bekannt, dass sie ihre aktuellen Preise nicht beibehalten können.

Auch RWE-Kunden müssen mehr bezahlen

Besonders bei RWE kommt die Ankündigung überraschend. Denn nach Bekanntgabe der Erhöhung der EEG-Umlage Mitte Oktober beeilte sich der Essener Konzern zu vermelden, dass RWE-Kunden zum Jahreswechsel nicht mit steigenden Preisen rechnen müssten. Das stimmt auch, denn die Preise steigen nicht zum 1. Januar. Doch RWE-Chef Peter Terium teilte Mitte der vergangenen Woche in einem Interview mit dem Stern mit, dass sich die Kunden im ersten Halbjahr 2013 auf Preiserhöhungen einstellen müssten.

Nahezu alle Grundversorger erhöhen in 2013

Die Preiserhöhungen zum Anfang des nächsten Jahres fallen insgesamt deutlicher aus, als noch in diesem Jahr. Bislang hatten im Laufe des Jahres 2012 nur etwa 430 Anbieter ihre Preise ein wenig angehoben – im Schnitt nur um drei bis vier Prozent. Jetzt aber betragen die Erhöhungen rund 10 bis 15 Prozent. Das macht im Jahr für Stromkunden in einem Vier-Personen-Haushalt, der etwa 5000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr verbraucht, im Durchschnitt etwa 154 Euro aus.

Grundversorgung deutlich teurer

Wie bereits der aktuelle Strompreisindex zeigt, sind vor allem die Stromtarife der Grundversorgung deutlich teurer – insgesamt um mehr als 20 Prozent. Tendenz: steigend. Denn gemäß CHECK24-Prognosen werden im Laufe des ersten Quartals insgesamt nahezu alle Grundversorger ihre Preise erhöhen.

Preisschock vermeiden

Damit die jährliche Stromabrechnung dennoch im nächsten Jahr keinen Schock hervorruft, bietet sich neben einer Energiesparanalyse, die zeigt, wo im Haushalt noch Strom eingespart werden kann, der Wechsel zu einem günstigeren alternativen Stromanbieter an. Stromkunden können auf diese Weise bis zu 500 Euro sparen. Ein Preisvergleich für die 50 größten deutschen Städte zeigt aktuell, dass Familien, Paare oder auch Singles mit einem Wechsel durchschnittlich bis zu 338 Euro im Jahr einsparen können.

(rfi)

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