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Strompreise: Erhöhung der Stromkosten um rund 25 Prozent seit 2007

08.05.2012 - 10:56

Die Strompreise steigen unaufhaltsam und reißen ein immer größeres Loch in den Geldbeutel. Diesen Eindruck haben viele Verbraucher beim Blick auf ihre Stromrechnung. Und der Schein trügt nicht: Um satte 25 Prozent stiegen die durchschnittlichen Strompreise für Privathaushalte seit Juli 2007, wie der CHECK24-Strompreisindex belegt.

Berechnet für einen Verbrauch von 5.000 kWh bedeutet das Mehrkosten von 247 Euro pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt. Besonders stark verteuerten sich in den vergangenen fünf Jahren mit einem Plus von 28 Prozent oder 286 Euro die Grundversorgungstarife. Bei den Alternativanbietern stiegen die Strompreise seit Juli 2007 dagegen nur um knapp 21 Prozent bzw. 199 Euro an.

Der Abstand verringerte sich zuletzt allerdings leicht. Im zurückliegenden Jahr - von April 2011 bis April 2012 - erhöhten sich die Preise der Grundversorgungstarife um zwei Prozent oder 30 Euro. Im Durchschnitt stiegen die Strompreise um drei Prozent oder 32 Euro. Bei den Alternativanbietern waren es in dieser Zeit knapp vier Prozent oder 42 Euro. Dennoch: Alternativanbieter bleiben in der Regel bei weitem günstiger als der Grundversorger. Durch einen Wechsel lassen sich oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Stromkosten im Ländervergleich

Die Strompreise sind regional auf sehr unterschiedlichem Niveau. Gründe dafür sind unter anderem die regionale Verfügbarkeit von Stromanbietern oder die unterschiedlich hohen Netzgebühren. So lag das Preisniveau der Grundversorger im Osten Deutschlands im April 2012 um vier Prozent über dem im Westen: 5.000 kWh kosteten in den alten Bundesländern im Durchschnitt 1.294 Euro, in den neuen Ländern dagegen 1.344 Euro.

Die Unterschiede schrumpften in den vergangenen zwölf Monaten leicht: So erhöhten die Grundversorger im Westen ihre Preise mit knapp drei Prozent stärker als die im Osten mit nur einem Prozent. Am kräftigsten stiegen die Grundversorgungstarife in Berlin und Hamburg mit je rund sieben Prozent sowie in Rheinland-Pfalz mit rund fünf Prozent. In Bremen gab es dagegen in den zurückliegenden zwölf Monaten gar keine Preiserhöhungen.

Strompreise steigen weiter

Auch 2012 müssen sich die Verbraucher auf weiter steigende Strompreise einstellen. Rund 400 Versorger kündigten in der ersten Jahreshälfte eine Preiserhöhung in ihrem Grundversorgungstarif an oder haben diese bereits durchgeführt. Damit steigen die Preise von Januar bis Ende Juni bei rund der Hälfte aller Grundversorger. Allein im Juni sind Millionen Haushalte betroffen, wenn sechs der sieben E.ON-Vertriebsgesellschaften die Strompreise um bis zu 6,5 Prozent anheben.

Mit dem Strompreisindex erfasst das Verbraucherportal CHECK24 die durchschnittliche Preisentwicklung für Haushaltskunden in Deutschland. Berücksichtigt werden für jedes Netzgebiet der Grundversorgungstarif, das günstigste Alternativangebot des Grundversorgers sowie die zehn günstigsten Tarife anderer Versorger. Diese werden nach ihren durchschnittlichen Marktanteilen gewichtet. Die Berechnungen erfolgt für den durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Vier-Personen-Haushaltes von 5.000 Kilowattstunden.

(mb)

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