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Hohe Strompreise: Bundesregierung rät zum Anbieterwechsel

12.01.2012 - 15:35

Die Bundesregierung rät den Bürgern angesichts hoher Strompreise zu einem Anbieterwechsel. Wenn der Wettbewerb um die Kunden steige, gerate der Strompreis unter Druck. Die Stromanbieter hätten in der Vergangenheit sinkende Einkaufskosten häufig nicht an Kunden weitergegeben. Auch die staatliche Bundesnetzagentur ruft zu einem Preisvergleich und dem Wechsel des Stromversorgers auf.

Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb haben sich für die Privathaushalte in den letzten Jahren fast verdoppelt, obwohl die Preise an der Strombörse nicht immer gestiegen sind, heißt es auf den Energieseiten der Bundesregierung. „Oft haben die Stromanbieter den Strom günstiger eingekauft, diesen Vorteil aber nicht an die Kunden weitergegeben“, wird Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth zitiert. An dieser Strategie der Versorger werde sich erst etwas ändern, wenn mehr Verbraucher durch eine bewusste Entscheidung für einen günstigen Tarif Druck auf die Unternehmen ausübten.

Anbieterwechsel: Für fast die Hälfte der Kunden kein Thema

Bisher machten erst relativ wenige Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch. Wie aus dem Monitoring-Bericht 2011 der Bundesnetzagentur hervorgeht, wurden 43,5 Prozent des Stromverbrauchs von Haushaltskunden über teure Grundversorgungsverträge gedeckt. Weitere 41 Prozent des Stroms lieferten die Grundversorger in anderen Tarifen und nur 15,5 Prozent entfielen auf Alternativ-Anbieter. Behörden-Chef Matthias Kurth appellierte deshalb an die Verbraucher, öfter den Stromanbieter zu wechseln.

Experten: Strompreise steigen weiter

Mit einem günstigeren Stromtarif kann ein Haushalt bis zu 500 Euro jährlich sparen. Die Bedeutung eines günstigen Stromtarifs wird laut Branchenexperten künftig weiter zunehmen, denn die Strompreise werden weiter steigen. Die halbstaatliche Deutsche Energie-Agentur rechnet mit einer Preiserhöhung von rund 20 Prozent bis 2020. Vor diesem Hintergrund wird auch Strom sparen immer wichtiger. Anregungen und Hinweise erhalten Verbraucher unter anderem durch die kostenlosen Energiesparratgeber. Beispielsweise ist eine Auswertung des eigenen Stand-by-Verbrauchs möglich oder es kann errechnet werden, wie der eigene Energiebedarf im Bundesdurchschnitt abschneidet.

(mb)

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