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Strompreis - Was erwartet die Kunden 2017?

30.09.2016 - 10:14

2017 wird der Strompreis voraussichtlich wieder steigen. Denn neben einem Anstieg der EEG-Umlage haben die vier großen Netzbetreiber angekündigt, ihre Netzentgelte zu erhöhen. Zudem wird der Ausbau der unterirdischen Stromtrassen zulasten der Stromkunden gehen.
 

Strompreis 2017 steigt
 Kein Preisschock dank Stromvergleich.

Netzbetreiber erhöhen Entgelte

Tennet, einer der vier Übertragungsnetzbetreiber, will seine Netzentgelte im kommenden Jahr um 80 Prozent, der Betreiber 50 Hertz um 45 Prozent erhöhen. Als Grund nennen sie die gestiegenen Kosten der Netzstabilisierung, die durch die unregelmäßige Einspeisung von Sonnen- und Windkraft aufwendiger geworden ist. Diese sogenannten Redispatchkosten beliefen sich im vergangenen Jahr auf knapp 400 Millionen Euro. Auch die anderen beiden Netzbetreiber Amprion und TransnetBW haben vergleichsweise geringe Erhöhungen geplant. Da die Netzentgelte ein Viertel des Strompreises ausmachen, werden die Endverbraucher die Preissteigerung zu spüren bekommen.
 

Teurer Trassenbau

Um Windstrom aus dem Norden nach Süddeutschland zu transportieren, hat Tennet weitere Stromtrassen geplant. Mit der etwa 800 Kilometer langen Südlink-Trasse soll Ökostrom von Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg geleitet werden. Die Südost-Trasse wird von Sachsen-Anhalt nach Süddeutschland führen.

Erdkabel statt Strommasten

Aufgrund massiver Proteste aus den betroffenen Gebieten Süddeutschlands werden vorrangig Erdkabel verlegt werden. So wird auch der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer Folge geleistet. Dieser sprach sich gegen überirdische „Monstertrassen“ aus. Jedoch kostet die Erdverkabelung etwa dreimal so viel wie der Bau herkömmlicher Strommasten. Zudem wird der Ausbau mehr Zeit benötigen als die überirdische Variante. Statt 2022 werden die Baumaßnahmen voraussichtlich erst 2025 beendet sein.
 

EEG-Umlage steigt

Mitte Oktober werden die vier Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur die EEG-Umlage 2017 bekanntgeben. Diese wird laut den Energieexperten der Denkfabrik Agora Energiewende von derzeit 6,35 Cent pro Kilowattstunde auf 7,1 Cent ansteigen. Der Grund für den Anstieg sind die nach wie vor niedrigen Börsenstrompreise und die vermehrte Einspeisung von Ökostrom. Denn mit der EEG-Umlage wird die Differenz zwischen den staatlich regulierten Abnahmepreisen von Ökostrom und den Börsenpreisen ausgeglichen. Je größer diese Preisspanne ist, desto höher fällt die Umlage aus.
 

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(sst)

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