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Westdeutsche wechseln häufiger den Stromanbieter

03.02.2014 - 12:30

Stromhaushalte in Westdeutschland haben im vergangenen Jahr ihre Wechselbereitschaft um fünf Prozent gesteigert, wie eine aktuelle CHECK24-Analyse zeigt. Sie hat die Wechselaffinität aller Stromkunden analysiert, die 2013 über das unabhängige Vergleichsportal ihren Stromanbieter gewechselt haben. Ostdeutsche Stromhaushalte sind dagegen weniger wechselfreudig als noch 2012 – um neun Prozent ist hier die Wechselaffinität gefallen.

Insgesamt haben die Westdeutschen damit zu den ostdeutschen Bundesländern aufgeschlossen. In den vergangenen Jahren lag die Wechselbereitschaft in Ostdeutschland deutlich höher als in Westdeutschland. Als ein Grund für diese Entwicklung wurden bislang stets die Preise für die Grundversorgung angeführt, die in den neuen Bundesländern in der Regel teurer sind als in den alten. Ein Vergleich der bundesweit etwa 12.500 Stromtarife zeigt jedoch, dass in der Regel mehrere Hundert Euro gespart werden können, wenn Stromkunden der Grundversorgung den Rücken kehren und in einen günstigeren Stromtarif wechseln.

Rheinland-Pfälzer steigern ihre Affinität zum Stromanbieterwechsel

Im vergangenen Jahr hingegen hat sich die Grundversorgung mit Strom vor allem in Rheinland-Pfalz verteuert – etwa 95 Euro mussten die Stromkunden dort im Schnitt mehr zahlen als noch 2012. Nicht verwunderlich also, dass dort ein Anstieg der Stromanbieterwechsel um 14 Prozent im Vergleich zu 2012 zu verzeichnen ist. Am wenigsten bereit, ihren Stromanbieter zu wechseln, waren 2013 die Stromkunden der Länder Sachsen-Anhalt, Bremen und aus dem Saarland. In diesen Bundesländern stiegen die Preise für die Grundversorgung nicht so stark an.

Bislang zeigten sich vor allem Berliner und Brandenburger Stromkunden wechselfreudig – hier ging die Affinität 2013 hingegen um acht beziehungsweise 13 Prozent zurück. Sie landen aber dennoch auf dem zweiten und dritten Rang. In Berlin hatte der Grundversorger – der Energiekonzern Vattenfall – die Preise nach dem Anstieg zum Januar im restlichen Jahresverlauf nicht weiter erhöht. Hier mussten die Sparfüchse aus Berlin daher bereits Ende 2012 in einen günstigeren Tarif wechseln, wenn sie der Preiserhöhung entkommen wollten. Denn Stromanbieter müssen Preiserhöhungen mindestens sechs Wochen zuvor bekannt geben.

Sparpotenzial beim Strom ist entscheidend

Die CHECK24-Analyse zeigt außerdem: Nach Altersgruppen betrachtet, wechseln vor allem die 31- bis 40-Jährigen eher ihren Stromanbieter als Stromkunden anderer Altersgruppen.  Zudem zeigen sich größere Haushalte, in denen vier oder mehr Personen leben, deutlich wechselaffiner als kleinere Haushalte. Hier bilden Single-Haushalte das Schlusslicht. Die Haushaltsgröße und das daraus resultierende Sparpotential scheinen daher maßgeblich für das Wechselverhalten zu sein.

(rfi)

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