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Steigende Strompreise: Recht auf Sonderkündigung

04.11.2015 - 13:58

Da sowohl die EEG-Umlage als auch die Netzentgelte steigen, werden Stromkunden 2016 wieder tiefer in die Tasche greifen müssen. Wenn Ihr Strombieter seine Preise erhöht, können Sie allerdings Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie bei uns.
 
Viele Stromverbraucher haben sie bereits in ihrem Briefkasten gefunden: eine Mitteilung zur Strompreiserhöhung. Und ab dem Zeitpunkt des Mitteilungsschreibens gilt Ihr Sonderkündigungsrecht.

Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht
Wer seinen teuren Anbieter kündigt, ist bei der nächsten Stromrechnung entspannter.

Wann kann ich kündigen?

Grundsätzlich hat jeder Stromkunde, der eine Preiserhöhung erhält, das Recht zu kündigen – also auch Verbraucher, deren Stromvertrag noch läuft. Wie lange der Stromanbieter seinen Kunden dieses Recht einräumt, geht meist aus dem Schreiben hervor, in dem die Erhöhung angekündigt wird. Üblicherweise handelt es sich dabei um zwei Wochen.
Wer sich noch im Grundversorgungstarif befindet, kann jederzeit innerhalb einer zweiwöchigen Frist kündigen ─ unabhängig von Preiserhöhungen oder Sonderkündigungsrecht.

Tipps zur Kündigung

Kündigen Sie per Post, am besten senden Sie ein Einschreiben. Informieren Sie sich in den AGB Ihres Versorgers, welche Form der Kündigung gilt. Da die meisten Anbieter nur postalische Kündigungen akzeptieren, sollten Sie nicht per E-Mail kündigen. Nennen Sie im Betreff die Preiserhöhung als Kündigungsgrund. Um Zeit zu sparen, können Sie einfach die CHECK24-Kündigungsvorlage nutzen.

Beachten Sie, dass eventuelle Bonuszahlungen (z.B. Neukundenbonus nach dem 1. Belieferungsjahr) durch die Kündigung entfallen könnten. Denn Boni sind oftmals an bestimmte Mindestlaufzeiten gekoppelt. Versenden Sie Ihr Kündigungsschreiben lieber nicht im letzten Moment ─ bei den meisten Stromanbietern gilt das Eingangsdatum des Briefes, nicht das Datum des Poststempels. Sie können bereits vor Ihrer Kündigung die Tarife vergleichen und einen günstigeren Anbieter wählen.

Kündigen und Stromanbieter wechseln

Spätestens wenn die Kündigung abgeschickt ist, können Sie den Stromvergleich durchführen und einen günstigen Tarif wählen. Achten Sie darauf im Antragsformular anzugeben, dass Sie bereits selbst gekündigt haben.
Mit einem Wechsel langfristig sparen
Auch wenn Ihr Energieversorger noch keine Preiserhöhung angekündigt hat, lohnt es sich die verschiedenen Angebote der Anbieter zu überprüfen. Gerade Energiekunden, die noch vom Grundversorger beliefert werden, können durch einen Stromanbieterwechsel bis zu 500 Euro jährlich sparen.

(sst)
 

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