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Ab in den Sommerurlaub - Tipps zum Strom sparen während der Ferienreise

10.07.2012 - 12:34

Sommerzeit ist Reisezeit - viele Deutsche zieht es in den großen Ferien in die Berge oder ans Meer. Doch während für die Reisenden Erholung und Entspannung angesagt ist, dreht sich zu Hause der Stromzähler munter weiter. Das belastet Geldbeutel und Umwelt unnötig. Mit einfachen Tipps lassen sich hier einige Euro sparen - die besser in Kaffee oder Cocktails investiert sind als in unnötigen Energieverbrauch.

Zahlreiche kleine und große Stromfresser verstecken sich in einem Durchschnittshaushalt. Sie sind auch aktiv, wenn niemand zu Hause und das Licht ausgeschaltet ist. Ein erster Blick gilt der Küche. Hier verschlingen vor allem Kühlschrank und Gefriertruhe viel Energie. Und zwar umso mehr, je leerer sie sind - schließlich ist Luft ein schlechterer Kälteleiter als Flüssigkeiten oder Lebensmittel. Es lohnt sich deshalb bei längeren Reisen, die Vorräte aufzuessen und die Geräte - wenigstens den Kühlschrank - abzuschalten. Das Tauwasser des Gefrierteils sollte aber zuverlässig aufgefangen werden, damit bei der Rückkehr keine unliebsame Überraschung wartet. Bleibt der Kühlschrank in Betrieb, sollte zumindest sichergestellt sein, dass er dicht schließt und keine Sonnenstrahlen oder Wärme abbekommt - Rollläden wenn möglich schließen.

Große Ferien für Wasserspeicher und Boiler

Warmwasserspeicher und Boiler in Küche und Bad sollten abgeschaltet werden. Sie verlieren ständig etwas Wärme und müssen immer wieder nachheizen - auch wenn gar niemand da ist, der warmes Wasser braucht. Gibt es eine eigene Zentral- oder Etagenheizung für Haus oder Wohnung, können ebenfalls meist der Warmwasserbereiter und eventuell vorhandene Zirkulationspumpen ausgeschaltet werden. Bei kleinen Geräten lohnt sich das Strom sparen bereits über Nacht, auch Durchlauferhitzer verdienen auf jeden Fall eine Pause. Größere Wasserspeicher sollten dagegen erst bei längeren Ferienreisen ausgeschaltet werden, da bei ihnen auch das Wiederaufheizen viel Energie verschlingt. Nach der Rückkehr sollte das Wasser nämlich kräftig erhitzt werden, um Keimbildung auszuschließen.

Schließlich ist die Unterhaltungselektronik an der Reihe. Die vielen kleinen Helferlein, die in den verschiedenen Räumen auf Benutzung warten, verbrauchen oft auch ausgeschaltet Strom. Schuld sind Standby- und Bereitschaftsschaltungen und die Netzteile. Das gilt für Fernseher, DVD-Player, Satelliten- und DVB-T-Tuner, Computer, Ladegeräte, Telefone, Modem, Router, PC, Drucker oder Radiowecker, sogar auch für einige Halogen- oder LED-Lampen. Faustregel: Alles was irgendwie brummt, blinkt, leuchtet oder warm bleibt, verbraucht auch Strom. Und viel Kleinvieh macht auch viel Mist.

Schluss mit Standby: Urlaub für die Unterhaltungselektronik

Erst seit kurzem sind Richtlinien der EU in Kraft, die den Energiehunger pro Gerät auf unter ein Watt drücken. Die meisten älteren Geräte gönnen sich deutlich mehr - können aber problemlos ausgesteckt werden. Oder, noch besser: Sie werden über eine schaltbare Steckerleiste vom Netz getrennt. Das geht per Fußtritt, bei teureren Modellen auch per Fernbedienung - und spart auch außerhalb der Urlaubszeit Strom. Bei einigen Geräten lohnt allerdings vorher ein Blick in Betriebsanleitung, damit nicht versehentlich Speicher oder Einstellungen gelöscht werden. Auch manche Tintendrucker sollten dauerhaft unter Strom bleiben, da sie bei jedem Neu-Einstecken den Druckkopf mit teurer Tinte spülen.

Im Idealfall lässt sich der Stromverbrauch während des Urlaubs fast auf null drücken. Angenehmer Nebeneffekt: Was nicht in Betrieb ist, geht auch nicht kaputt. Ein abgeschaltetes WLAN-Netz kann nicht missbraucht werden. Und wenn Kühlschrank und Gefriertruhe ausgeschaltet sind, verlieren sogar Stromausfälle während einer längeren Abwesenheit ihren Schrecken. So lässt sich der Urlaub erst richtig genießen - ohne den Gedanken an einen Stromzähler, der zu Hause weiter rattert.

(mb)

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