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Smart Meter: Mit intelligenten Zählern Strom sparen?

05.05.2015 - 09:00

Smart Meter sollen ein Segen für die deutsche Energiepolitik sein, denn die intelligenten Stromzähler sorgen dafür, dass der Stromverbrauch in Deutschland besser vorhersehbar ist. Der Wunschgedanke: Gezieltes Stromsparen durch Zählen der Kilowattstunden – denn, wer sehen kann, welches Gerät im Haushalt viel Strom verbraucht, könnte es bei Bedarf gegen ein energieeffizienteres Gerät austauschen.

Schließlich könnte Strom zu nicht üblichen Nutzzeiten günstiger werden. In Kombination mit passenden Stromtarifen können Smart Meter dann dazu beitragen, dass Strom eher dann verbraucht wird, wenn er im Überfluss vorhanden und damit besonders günstig ist. Auf diese Weise ließe sich sozusagen "gezählt" Strom und damit bares Geld sparen.

Smart Meter bislang nur teure Spielerei

Bislang können sich die schlauen Stromzähler jedoch noch nicht endgültig durchsetzen. Zwar gibt es für Neubauten bereits eine Pflicht zum Einbau der Smart Meter. In Altbauten sind sie aber noch nicht verbreitet, denn den Einbau müssten die Besitzer oder aber die Mieter selbst bezahlen. Mit durchschnittlichen Kosten von etwa 80 Euro dauert es eine Weile, bis sich die Installation amortisiert hat.
Verbraucherschützer fordern bislang sogar eine komplette Aufhebung der Einbau-Pflicht für Smart Meter. Der Zwang zum Smart Meter-Einbau für alle Haushalte sowie intelligenter Messsysteme ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh bringe bislang mehr Kosten als Nutzen, argumentiert der Verbraucherzentrale Bundesverband. Zudem müsse die Politik zunächst die Frage des Datenschutzes abschließend klären.

Datenschützer schlagen Alarm

Die Angst, dass Daten über das Stromnutzverhalten zu Marktforschungszwecken genutzt werden könnten, konnten die Hersteller von den modernen Zählern bislang nicht verscheuchen. Die gesammelten Daten könnten tatsächlich weiterverkauft und zu Marketingzwecken missbraucht werden. Auch deutsche Datenschutzbeauftragte warnen, dass die Versorger auf diese Weise in die Privatsphäre der Stromkunden eingreifen könnten. Zudem besteht die Gefahr, dass Hacker die Daten stehlen und auf die Weise genau bestimmen können, wann welches Haus unbewohnt ist. Solange der Einbau nicht flächendeckend passiert, sehen sich zudem auch die Stromanbieter auch noch nicht dazu gezwungen, flexible Tarife anzubieten. Die möglichen Vorteile von Smart Meter können so nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Smart Meter erleichtern den Überblick beim Stromverbrauch

Dabei gibt es tatsächlich auch Vorteile. Einer wäre das jährliche Ablesen: es entfällt. Denn der Stromanbieter bekommt den Verbrauch der Kunden regelmäßig übermittelt. Außerdem kann jederzeit auch vom Verbraucher selbst nachvollzogen werden, wann wie viel Strom verbraucht wurde. Wer diese Daten beobachtet, kann folglich selbst sehen, wo er noch am Stromverbrauch sparen kann. Das spart Stromkosten.
Einige Feldversuche von Stromanbietern haben bislang gezeigt, dass der Stromverbrauch mit den intelligenten Zählern tatsächlich besser einzuschätzen ist. Die Teilnehmer an Versuchsreihen konnten ihren Verbrauch so leichter drosseln und damit am Ende sogar Kosten sparen. Allerdings waren für sie der Einbau und die Nutzung der Messsysteme auch kostenlos. Es bleibt abzuwarten, wann es hierzulande ausschließlich die intelligenten Stromzähler gibt, anstelle der bislang bekannten Ferraris-Zähler. Und, wann sogar Haushaltsgeräte so vernetzt werden können, dass sie nur zu günstigen Stromzeiten laufen.

Mit einem Wechsel Stromkosten sparen

Wer solange nicht warten will, um Stromkosten zu sparen, kann sich auch einfach einen günstigeren Stromanbieter suchen. Einfach mit dem Online-Tarifrechner von CHECK24 verfügbare Angebote vergleichen und den Stromanbieter wechseln.

(rfi)

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