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Smart Meter- Was Verbraucher jetzt wissen müssen

13.12.2016 - 16:53

Ab 2017 werden einige Privathaushalte dazu verpflichtet, intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, einbauen zu lassen. Wir zeigen auf, welche Verbraucher von der Einbaupflicht betroffen sind und welche Kosten auf sie zukommen.
 

Smart Meter Pflicht
Auf Verbraucher kommen Mehrkosten zu.

Für wen werden Smart-Meter Pflicht?

Wer mehr als 10.000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, muss sich ab kommendem Jahr Smart Meter-Geräte einbauen lassen. Auch Stromkunden, die eine eigene Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von mehr als sieben Kilowatt betreiben, sind von der Regelung betroffen. Ab 2020 werden auch Besitzer von kleineren Solaranlagen zum Einbau verpflichtet. Zudem könnten ab 2020 auch Stromkunden in die Pflicht genommen werden, die weniger als 6.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. Bereits ab 2018 müssen womöglich auch Betreiber von Neuanlagen, deren Nennleistung über einem und unter sieben Kilowatt liegt, Smart Meter nutzen. In Einzelfällen entscheiden nämlich nicht die Hausbesitzer selbst über den Geräteeinbau, sondern die Messstellenbetreiber.

Wer übernimmt den Einbau?

Den Einbau müssen die jeweiligen Messstellenbetreiber vornehmen. Wenn ein Einbau ansteht, kommen die Betreiber auf die Verbraucher zu. Haushalte müssen also nicht eigenständig tätig werden. Wer von der Regelung betroffen ist, wird mindestens drei Monate vor Einbau des Geräts informiert. In diesem Zuge muss der Messstellenbetreiber den Stromkunden auch darüber informieren, dass es möglich ist, den Betreiber zu wechseln. Stromkunden können sich nicht dagegen wehren, wenn der Messstellenbetreiber einen intelligenten Zähler einbauen lässt. Sie können lediglich zu einem günstigeren Betreiber wechseln. In Neubauten gilt schon jetzt eine Einbaupflicht für digitale Zähler. Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sieht vor, dass bis 2032 alle Stromzähler digitalisiert werden müssen.
 

Welche Kosten entstehen?

Die Verbraucherkosten für den Messstellenbetrieb mit Smart Meter dürfen eine gesetzliche Obergrenze nicht überschreiten. Sie bemessen sich an der verbrauchten Strommenge beziehungsweise an der Leistung der Photovoltaikanlage. Auf  einen durchschnittlichen Mehrpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.600 Kilowattstunden kommen bis zu 40 Euro zu. Für eine Messstelle ohne Smart Meter verlangen die Betreiber üblicherweise für dieselbe Strommenge nur 13 Euro. Falls der Zählerschrank für den Einbau umgebaut werden muss, müssen Stromkunden mit weiteren Kosten von mehreren hundert Euro rechnen.
 

Kann ich mit Smart Meter Strom sparen?

Da die intelligenten Zähler den Stromverbrauch ganz genau erfassen, kann ermittelt werden, welche Geräte zu welcher Zeit die meiste Energie verbrauchen. So können Stromfresser entlarvt und alte Geräte durch effizientere ersetzt werden. In Zukunft soll es auch variable Tarife geben, die sich an individuellen Energieverbrauch anpassen. Doch bisher sind solche Angebote kaum auf dem Markt. So wird es eine Weile dauern  bis sich die Anschaffung des Geräts amortisiert.

(sst)
 

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